Teil eines Werkes 
2 (1933) Von der Zeit des Kaisers Konstantin bis auf die Neuzeit
Entstehung
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764 Vom Einbruch der Langobarden bis auf Karl d. Gr.

XI.

Karl der Große, starb in Aachen am 28. Januar 814. Erwurde bestattet in der von ihm erbauten Marienkirche, in einemaltrömischen Sarkophag.

In seinem Testament hatte Karl einen Teil seiner Schätzeden 21 Metropolitankirchen seines Reiches, von denen 4 in Italien lagen (Rom, Ravenna, Mailand, Aquileja ) vermacht. DerSt. Petrikirche bestimmte er, außer kostbaren Gefäßen, einen alsSeltenheit in seinem Palast gestandenen runden silbernen Tischmit dem Reliefbilde Roms.

Kaum war der Kaiser gestorben, als sich die alten FeindeLeos III. gegen diesen wiederum erhoben.

Die Anhänger des Aufstandes des Jahres 799 verschworensich von neuem gegen Leo. Ihre Pläne wurden aber entdeckt,und der Papst ließ die Rebellen hinrichten.

Diese von Leo eigenmächtig verfügten Hinrichtungen erreg-ten den Unwillen Ludwigs des Frommen und große Erbitterungbei den Römern.

Die Feinde des Papstes standen im Jahre 815 wieder gegenihn auf. Sie verbrannten die päpstlichen Wirtschaften außer-halb Roms, die alten sowohl als die von Leo gegründeten.

Die römischen Großen wiegelten die Landbevölkerung aufund forderten, unter der Drohung bewaffneten Einzuges in dieStadt, von Leo die Rückgabe von Eigentum, das er von ihnenoder von ihren enthaupteten Freunden eingezogen und zur apo-stolischen Kammer geschlagen hatte.

In diesem Aufstand kündigte sich die wachsende und sichspäter furchtbar ausdehnende Macht des römischen Adels an.

Mitten in diesen Unruhen starb Leo III. , in tiefem Kummer,am 11. Juni 816.