Krönungen 1220 bis 1530
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mit ergrauendem Bart, würdevoll und voll Humanität. Er nahmWohnung im Palast des Kardinals von Arles am S. Peter.Eugen IV. krönte ihn am 31. Mai, worauf der Kaiser die Con-stitution seiner Vorgänger in bezug auf den Kirchenstaat unddie Immunität des Klerus bestätigte. Bei seinem Krönungsrittnach dem Lateran fehlten die strahlenden Ritter, die Städte-boten, die großen Vasallen Italiens . Des Kaisers Roß führten,statt der Senatoren oder Barone, der Soldan, das heißt derPolizeikapitän des Papstes, und ein Römer vom Haus Mancini.
Auf der Engelsbrücke schlug der König viele Herren zuRittern.
Seit der Krönung führte Sigismund den zweiköpfigenReichsadler im Siegel. Noch bis zum 14. August blieb er inRom , in freundlichem Verkehr mit dem Papst, und eifrig mitder Besichtigung der Monumente der Stadt beschäftigt, wobeiihm der berühmte Antiquar Cyriacus von Ancona als Führerdiente.
Er zog endlich von Rom ab, ging über Todi, Perugia, Fer-rara nach Mantua, wo er Gianfrancesco Gonzaga am 22. Sep-tember 1433 zum Markgrafen ernannte.
„Als gekrönter Kaiser und bescheidener Reisender traf eram xi. Oktober 1433 in Basel ein.“
V.
Friedrich III. von Steiermark (1440—1493) wurde am18. März 1452 gekrönt.
Dem Wunsch des mit der Kirche in vollem Einvernehmenlebenden Habsburgers Friedrich III. , für sich und seine Gemah-lin die Kaiserkrone aus der Hand des Papstes zu empfangen,kam Nicolaus V. (1447—1455) bereitwillig entgegen. Fried-rich zog im Winter über die Alpen und traf am 30. Januar1452 in Florenz ein, wo er von zwei geistlichen Legaten er-wartet wurde. Diesen erteilte der Kaiser die üblichen Zusagen