Teil eines Werkes 
2 (1933) Von der Zeit des Kaisers Konstantin bis auf die Neuzeit
Entstehung
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düng mit den Grafen dieser Landschaft. Diese Partei verbandsich mit dem Kardinaldiakon Franco, Sohn des Ferrucius, ergriffden Papst, setzte ihn in der Engelsburg gefangen, erhob jenenunter dem Namen Bonifacius VII. auf den päpstlichen Thronund ermordete hinterdrein Benedict VI. (974). Aber auch Boni-facius hielt sich in Rom bald nicht für sicher, er blieb kaumeinen Monat da, beraubte die Peterskirche ihrer Kostbarkeitenund floh mit diesen Schätzen nach Constantinopel.

Die Gewalttat des Crescentius oder der sabinischen Parteihatte eine Reaktion ihrer Gegner, an deren Spitze die Grafenvon Tusculum standen, hervorgerufen. Diese erhoben einengewissen Donat auf den päpstlichen Stuhl, von dem nur seineNachgiebigkeit gegen die Römer erwähnt wird. Er starb bald.Mit Zustimmung des Kaisers, an den sich die tusculanischePartei anschloß, wurde Benedict VII . zum Papste erwählt(Ende 974). Benedict verdammte den Bonifacius und scheintdann im ganzen ungestört in Rom , unterstützt von dertusculanisch-kaiserlichen Partei, gelebt zu haben. Doch lud erim Jahre 980 den Kaiser Otto nach Italien ein, um der Kirchezu helfen, und dieser kam auch zu Ostern 981 nach Rom .

Von dort zog er in den unglücklichen Kampf gegen dieGriechen und Sarazenen, und als er nun, um sich zu rächen, aufdem Reichstage zu Verona ein bedeutendes Heer gesammelthatte, und im Anfänge Dezember 983 wieder in Rom eintraf,starb er daselbst den 7. Dezember. Papst Benedict VII . war am10. Juli 983 gestorben. Ihm folgte Petrus, Bischof von Pavia ,unter dem Namen Johann XIV . Aber nach wenigen Monaten,wahrscheinlich im November desselben Jahres wurde er vonder sabinischen (griechischen) Partei gestürzt.

VIII.

Nach dem Tode Kaiser Ottos II. kehrte der PseudopapstBonifacius VII. aus Byzanz zurück, wo er 9 Jahre lang alsFlüchtling geweilt hatte. Er nahm in Rom unter dem Schutzeder sabinischen Partei den Papst Johann XIV. gefangen, warfihn in die Engelsburg und ließ ihn dort verschmachten.