Üb ersieht Adelsgeschlechter Adelsburgen 901
der Catonen. Des Cicero Akademie und beliebter Landsitz(„Tusculanum “) befand sich dort. Später hatten dort römischeKaiser ihre Villen. Im io. Jahrhundert war das tusculanischeMunicipium eine fast uneinnehmbare Stadt, voll Ruinen alterHerrlichkeit. "Wer dieses Kastell besaß, beherrschte das latei-nische Bergland und einen Teil der Campagna. Diese Lage gabTusculum eine größere Bedeutung, als sie jede andere Burg imRömischen haben konnte.
Das Geschlecht und die Partei der Crescentier war römisch-national und antikaiserlich.
Anstatt aller anderen Crescentier sei hier der zu Ende deszehnten Jahrhunderts lebende leidenschaftliche Feind sowohldes Papsttums als des Kaisertums, der „Patricius“ Crescentiushervorgehoben.
Von ihm wird berichtet: „Er war schön von Antlitz undGestalt, und von erlauchter Geburt. Gleich Alberich strebteer nach der weltlichen Gewalt, die an den apostolischen Füßendes Papstes nur ein Bleigewicht ist, welches ihn vom Himmel,seiner unbestrittenen Domäne, in eine ihm fremde Sphäre hin-unterzieht“.
Der Papst Gregor V. , welcher am 3. Mai 996 den päpst-lichen Stuhl bestieg, war der Gegenstand des besonderen Hassesdes Crescentius. Dieser verschwor sich zum Sturze des Papstesmit seinen Anhängern.
Das Volk fand zu der Klage Grund, daß fremde, der römi-schen Gesetze unkundige Männer das Recht verwalteten undRichter ernannten, die vom Staat nicht besoldet, bestechlichund parteiisch seien. Wenn dieser Vorwurf in den außerrömi-schen Städten den Grafen galt, so murrte man in Rom über dieParteilichkeit der Judices dativi und über die Kriminalrichter,welche manchen Römer mit Gefängnis, Gütereinziehung undExil bestraften.
Die voraufgegangenen Revolutionen hatten ein strengesRegiment nötig gemacht. Viele römische Große waren aus