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Heinrich III. zog im September 1046 mit einem großenHeer von Augsburg auf der Brennerstraße nach Verona , mit demfesten, auf politische und religiöse Überzeugung gegründeten"Willen, der Reformator der römischen Kirche zu werden.
Rom , der tusculanischen Greuel müde, nahm den deutschenKönig jubelnd als Befreier auf.
Mit dem Romzuge Heinrichs III. beginnt ein neues Zeit-alter in der Geschichte der Stadt, und der Kirche überhaupt.
Ein durchaus nüchterner Berichterstatter schreibt: „Es istwie wenn sich die Wasser der Sintflut verlaufen, und aus derauf dem Felsen Petri gelandeten Arche Männer hervorsteigen,welche einer neuen "Welt neue Geschlechter und neue Gesetzegeben“.
Kurz vor Weihnachten 1046 berief Heinrich nach Sutrieine Versammlung deutscher und italienischer Bischöfe nebstden Geistlichen Roms zu einer Kirchenversammlung, zu wel-cher auch die drei Päpste (Sylvester III., Gregor VI., Benedikt IX. )geladen waren.
Der Kirchenversammlung von Sutri folgte eine solche inRom im S. Peter. Das Ergebnis war, daß die drei Päpste ab-gesetzt und als kanonischer Papst der Bischof Suidger von Bam-berg unter dem Namen Clemens II. (1046—1047) geweiht,Heinrich zum Patricius der römischen Kirche ausgerufenwurde.
Im Frühjahr 1047 kehrte Kaiser Heinrich III. nach Deutsch-land zurück. Papst Clemens II. starb am 9. Oktober 1047. Nundrang Benedikt IX. sofort in Rom ein, und setzte sich wiederauf den apostolischen Stuhl. Nachdem er 8 Monate und9 Tage lang zum letzten Mal Papst gewesen war, wurde er vonden Römern wieder verjagt. Er zog sich in seine Burg Tus-culum zurück. Sein Ende ist unbekannt. Ein deutscher Papstbestieg als Damasus II. am 17. Juli 1048 den heiligen Stuhl, starbaber schon am 29. August 1048.