Teil eines Werkes 
2 (1933) Von der Zeit des Kaisers Konstantin bis auf die Neuzeit
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Die Stadt Rom 1099 bis 1241

Baronaldespotien auf, welche, dem Papsttum und dem Senatzugleich feind, die Autonomie Roms schwächten oder hinder-ten." (Gregorovius ).

So rieb sich die römische Volkskraft im Kampf mit Städ-ten und Capitanen auf, während Rom , wo jetzt Jordan Pier-leoni als Bannerträger die städtische Macht behauptete, vominnern Kriege zerfleischt wurde und in der heftigsten Revolu-tion lag.

Papst Eugen war unterdeß, im Juni 1148, aus Frankreich nach Italien zurückgekehrt.

Am Ende des Jahres 1148 ging Eugen wiederum nach Viter-bo. Am Anfänge 1149 wagte er sich in die Nähe Roms. DerGraf Ptolemaeus nahm ihn in Tusculum auf, und hier begrüßteihn Ludwig von Frankreich, als er vom Kreuzzuge heimkehrte.Der König sah mit Verwunderung die hilflose Lage des Papstesin dem finstern Kastell; aber er besuchte von dort dennochRom , um zu den heiligen Stätten zu wallfahren, und die römi-schen Republikaner empfingen ihn mit zuvorkommendenEhren.

In Tusculum sammelte Eugen, welcher in Frankreich hin-reichende Geldmittel zusammengebracht hatte, gegen die Rö-mer die Vasallen der Kirche, und Söldnerscharen, an derenSpitze er den Kardinal Guido Puella stellte. In seiner Notschloß er außerdem mit dem Neapel und Sicilien beherrschen-den Normannenkönig Roger (11301154) ein Bündnis, unddieser sandte ihm Truppen.

Allein die Republikaner schlugen alle Angriffe auf die Stadtsiegreich zurück.

Eugen III. starb am 8. Juli 1153 in Tivoli, und wurde imS. Peter unter allgemeiner Teilnahme mit großer Pracht be-stattet.

Gregorovius schreibt dazu:Dieser unscheinbare, aber klugeSchüler S. Bernhards hatte nie aufgehört, unter dem Purpur diehärene Kutte von Clairvaux zu tragen; die stoischen Tugendendes Mönchtums begleiteten ihn durch sein stürmisches Leben;