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Zuerst versuchte er, den Kaiser zu gewinnen. Dieserschickte ein Heer, welches bis Viterbo kam, sich aber im Sep-tember 1234 auf löste.
Nunmehr warb und rüstete er ein eigenes Heer, welcheser dem Grafen Raimund von Toulouse unterstellte.
Dieses päpstliche Heer eroberte die Campagna wiederfür den Papst. Auch waren die Bewohner der Um-gegend, insbesondere der Städte Velletri, Anagni , Segni demPapste treu ergeben und die Römer kamen hierdurch so sehrin Nachteil, daß sie sich zum Frieden mit dem Papste bequem-ten (Mai 1235).
Der Senator Angelo Malaleranco schloß den Frieden mitBeistimmung des Senates und des auf dem Kapitol versammeltenVolkes ab. Von Seiten des Papstes waren die Bischöfe vonPorto, der Kardinal Johannes Colonna und Rayner als Ab-gesandte gegenwärtig.
Die Römer hoben alle gegen den Papst gerichteten Be-schlüsse auf, verzichteten auf die Gerichtsbarkeit über die Geist-lichkeit.
Die Streitigkeiten, welche bald zwischen Papst und Kaiser ,besonders wegen der lombardischen Städte begannen, bliebennicht ohne Einfluß auf Rom .
Der Kaiser lud die Stadt ein (Juli 1236), Gesandte an ihnin die Lombardei zu schicken und dies geschah auch.
Friedrich wußte durch Geld mehrere Römer, insbesondereden Pietro Frangipane zu gewinnen, und dieser erregte einengewaltigen Aufruhr gegen den Papst und den päpstlich gesinntenSenator. Der Papst versammelte rasch ein Heer aus seinen An-hängern, der feste Turm der Frangipani ward belagert undgeschleift und so die Ruhe wieder hergestellt (Januar 1237).
Die "Wahl eines neuen Senators, Johannes de Poli, (Mai 1273)gab zu neuen Streitigkeiten Veranlassung.
Die Gegenpartei, der sich besonders das gemeine Volk an-schloß, stellte schon im Juli einen zweiten Senator auf, den Gio-vanni dei Cenci (Johannes de Centio).