Teil eines Werkes 
2 (1933) Von der Zeit des Kaisers Konstantin bis auf die Neuzeit
Entstehung
Seite
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Am 17. Juli 1245 sprach dieses irreguläre Konzil nochmalsdie Exkommunikation über den Kaiser aus.

Sodann erklärte das Konzil den Kaiser für abgesetzt.

Der Landgraf von Thüringen, Heinrich Raspe , welcher imFrühling 1246 als Gegenkönig Friedrichs auf trat, rief die Mai-länder zum Krieg auf gegenFriedrich, den Feind des Ge-kreuzigten.

Innocenz versuchte, durch eine Verschwörung käuflicherBarone, dem Kaiser die Grundlage seiner Macht in Italien zurauben, indem er sich des hohenstaufischen Erblandes zu be-mächtigen suchte, wohin er die Kardinäle von S. Maria in Tras-tevere und in Cosmedin als Legaten schickte, und wo er durchdie als seine Agenten tätigen wandernden Bettelmönche Auf-ruhr gegen Friedrich zu entzünden unternahm.

Innocenz unterlag.

Die von Friedrich in seinem Königreich gegründete monar-chische Macht erwies sich als fest. Das Volk und die Städte,durch manche weise Gesetze, zumal den Baronen gegenüber,für den Verlust ihrer Freiheiten entschädigt, erhoben sich nichtgegen ihren Herrn. Die Verschwörung blieb in den Kreisendes Adels, welcher sich durch Güter und Ehren gewinnen ließ.Eine große Umwälzung des Besitzstandes fand statt. Den An-hängern des Kaisers wurden Güter genommen, um an die An-hänger des Papstes gegeben zu werden.

Theobald Francesco, bisher Podestä von Parma, PandolfFasanella, Kapitän für den Kaiser in Tuscien, die Herren vonSanseverino, von Morra und Cicala machten mit dem päpst-lichen Legaten einen Verschwörungsplan, wobei es auf das Lebendes Kaisers abgesehen war. Er entdeckte den Anschlag, wäh-rend er im März zu Grosseto im Lager stand.

Der Kaiser folgte den nach Apulien entronnenen Rebellenauf dem Fuß; er zermalmte sie im Juli 1246 in ihren BurgenScala und Capaccio. Dann kehrte er nach dem Norden zurück,um den Feind in Lyon selbst aufzusuchen. Das Glück zeigtesich ihm günstig. Seine Kapitäne waren in Tuscien und Um-