Teil eines Werkes 
2 (1933) Von der Zeit des Kaisers Konstantin bis auf die Neuzeit
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Die Stadt Rom 1241 bis 1305

Dichtung und Wissenschaft, in gesellschaftlichen Formen vollAnmut, gepflegt, überstrahlt von der Schönheit und Bildungseiner zweiten Gemahlin, der griechischen FürstentochterHelena.

Die Feindschaft der Päpste Alexander IV . (12541261),Urban IV. (12611264), Clemens IV. (12651268), welcheerfüllt waren von dem traditionellen Haß ihrer Vorgänger gegendie Viperbrut der Hohenstaufen, nötigte Manfred in denJahren 1265 und 1266 zu einem furchtbaren Krieg, zu demKampf um Reich und Existenz, in welchem er erlag, unterging,als Held fiel.

Der Gegner und Sieger war Karl von Anjou , Herrscher derProvence, der Bruder des französischen Königs Ludwig IX. , SohnKönig Ludwigs VIII.

Papst Clemens IV. (ein geborener Provenfale) hatte imJahr 1265 den provencalischen Karl von Anjou mit dem König-reich Sizilien belehnt.

Der darauf zwischen Manfred und Karl von Anjou aus-gebrochene mörderische Krieg wurde am 2 6 . Februar 1266 aufdemRosenfelde bei Benevent entschieden. Manfred erlitteine völlige Niederlage und verlor in der Schlacht sein Leben.

Auf Befehl des Siegers wurde der Leichnam des imSchlachtgewühl gefallenen Manfred an der Brücke des Calorebei Benevent in die ungeweihte Erde verscharrt. Die französi-schen Krieger aber ehrten seinen Heldensinn, indem jeder einenStein auf das Grab legte, und so ein Hünenmal aufgetürmtwurde.

Gregorovius schreibt über König Manfred:Manfred war34 Jahre alt, als er fiel, im Leben und im Tode herrlich, gleichTotila. Wie einst dieser gotische Held in jugendlicher Sieges-laufbahn das Reich Theodorichs hergestellt hatte, so hatte Man-fred das Reich Friedrichs in Italien aus den Trümmern erhoben,und einige Jahre lang glänzend behauptet. Dann erlag auch erdem Glück eines aus der Fremde eingedrungenen, vom Papstbewaffneten Eroberers. Seine besten Zeitgenossen priesen in