Würde nur eingeborene Römer und solche erhoben werdensollten, deren vorzüglichste Besitzungen innerhalb des Gebietesder Stadt Rom gelegen wären.
Dann übergab der Papst die Senatorwürde dem MattheusRubeus Orsini, als seinem Stellvertreter, bis zum Oktoberdes folgenden Jahres 1279, wo er den Johannes Colonna zumSenator machte. Auf diese Weise war durch den Papst derFrieden in Rom hergestellt, und Welfen und Ghibellinen schie-nen unter seiner Regierung in Rom wie in anderen StädtenItaliens, z. B. in Florenz , ausgesöhnt.
Mit Papst Nicolaus III. war ein neues Verhältnis desPapsttums nicht nur gegenüber dem König von Neapel eingetre-ten, welcher den Papst nunmehr tatsächlich als Landesherrnanerkennen mußte, sondern auch gegenüber der Stadt Rom ,welche aus der Abhängigkeit von König Karl ausschied, undin das vorherige Verhältnis zum Papste zurücktrat.
V.
Wenn wir nunmehr zu der Darstellung der stadtrömischenGeschichte während des mit dem Jahre 1305 endigenden Vier-teljahrhunderts übergehen, so behalten wir im Auge, daß die1144 begründete Stadtrepublik zwar starke Erschütterungenerfahren, aber nicht aufgehört hatte zu leben und trotz mehroder weniger großer Abhängigkeit vom Papste immer wiederihr Haupt erhob.
Wir erinnern uns, daß die stadtrömische Verfassung vonxi 44, nachdem sie mehrfach angefochten und verändert wordenwar, durch Brancaleone zeitweise in eine Diktatur, diejenige„des Senators“ verwandelt wurde, und daß die Regierungsge-walt dieses Senators unter die konstitutionelle Kontrolle desrömischen Volkes gestellt wurde.
Wir erinnern uns ferner, daß dieses Regime durch die ver-einigte Kraft des Papstes und der Adelsgeschlechter im Jahre1259 gestürzt wurde.
Nach wenigen Jahren aber schon trat wieder ein neuerWendepunkt ein. Derselbe wurde vorbereitet durch den Sieg