Teil eines Werkes 
2 (1933) Von der Zeit des Kaisers Konstantin bis auf die Neuzeit
Entstehung
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Von 1378 bis 1420

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Immunität des Klerus anzuerkennen, die Kurie nicht mit Zöllenzu belasten, die Stadtmauern und Brücken herzustellen, und allerömischen Barone zum Schutz- und Trutzbündnis mit demPapst und der Stadt aufzufordern.

Am j. März 1392 machte Bonifacius mit Rom einen wei-teren Vertrag zum Zweck des Krieges wider die Feinde im Patri-monium. Beide Teile verpflichteten sich, eine gewisse AnzahlReiter der Stadtmiliz auszurüsten, um den Stadtpräfekten Jo-hann Sciarra, welcher sich im Jahre 1391 Viterbos bemächtigthatte, und die vom Gegenpapst dort besoldeten, gallischen Ban-den zu bekämpfen.

Eine gewisse Zeit halfen die Milizen dem Papst, der sichihrer zu bedienen wußte. Aber schon im Jahre 1392 schrittensie zu Gewalttaten in entgegengesetzter Richtung. Die Waffenin der Hand, drangen sie in den Vatikan und rissen aus demPalast, vor den Augen des Papstes, die Domherren von S. Peter,welche sich weigerten, die Güter dieser Basilika zu veräußern,wie von ihnen zum Zweck der Kriegskosten verlangt wordenwar.

Bonifacius , dadurch in der Stadt unsicher geworden, ergriffeine Gelegenheit, welche ihm Perugia darbot, Rom zu verlassen.

Perugia , von den Faktionen der Beccarxni und Raspantizerrissen, lud den Papst ein, diese Unruhen durch seine Gegen-wart zu schlichten. Die Stadt bot ihm die volle Signorie, under ging dorthin, im Oktober 1392. Ein Jahr lang blieb erdaselbst.

Bald wurde der Papst von Rom aus mit der Bitte bedrängt,nach Rom zurückzukehren.

Das römische Volk war in Furcht, der Papst möchte in Um-brien seinen Sitz behalten, und diese Furcht hatte der Papstvorausgesehen. Er erklärte sich endlich, gegen Ende des Jahres1393, zur Rückkehr bereit, doch unter Bedingungen, welche ernach Rom sandte. Ihr Inhalt war folgender:

Der Papst darf fortan den Senator erwählen, oder wenn erdies nicht will, so müssen die mit der Senatsgewalt bekleideten