Von 1420 bis 1447
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freigelassen, das päpstliche Regiment wieder aufgerichtet, unddie republikanische Umwälzung war nach einer tumultuarischenDauer von kaum fünf Monaten erloschen.
In Rom und in der Campagna herrschten die Colonna undOrsini in einer Weise, welche auf einer Linie stand mit dem Un-wesen der zahlreichen Soldbanden, welche unter den Fahnender verschiedenen Condottieri umherstrichen.
Barone, welche Banden besoldeten, hausten in ihren Felsen-burgen, aller Gesetze spottend, immer bereit, Rom in Auf-stand zu bringen oder mit den Feinden des Papstes gemeineSache zu machen.
Außerdem durchzogen hungernde Soldbanden mit derFahne Sforzas, Fortebraccios, Piccininos, Antonios von Pon-tadera die Sabina, Latium und Tuscien.
Vitelleschi beschloß mit Feuer und Schwert auszurotten,was ihm erreichbar war.
„Am 28. September 1435 ließ Vitelleschi diesem Stadtprä-fekten im Schlosse Soriano den Kopf herunterschlagen.“
So endete das alte Plaus der Herren von Vico, in welchemseit dem 12. Jahrhundert die Stadtpräfektur erblich gewesenwar.
Während Vitelleschi diese Kämpfe außerhalb Roms führte,brach eine neue Empörung in Rom aus, wobei die Conti, dieColonna, die Gaetani und die Savelli die Führung hatten.
Der Patriarch, wie sich Vitelleschi nunmehr nannte, eiltezurück, um blutige Rache zu üben. Die Burgen der Savelli undColonna wurden genommen und zerstört. Auch Palestrina, dieHauptfeste der Colonna, mußte sich am 18. August 1436 er-geben.
Bei seiner Rückkehr nach Rom wurde Vitelleschi mitEhren empfangen, wie sie sonst nur Päpsten und Kaisern er-wiesen waren.
Senat und Volk beschlossen, ihm auf dem Kapitol einemarmorne Reiterstatue zu errichten mit der Aufschrift: „Dem
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