Teil eines Werkes 
2 (1933) Von der Zeit des Kaisers Konstantin bis auf die Neuzeit
Entstehung
Seite
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Preis von 20 000 Dukaten, und entfloh am 5. August mit weni-gen Begleitern aus Rom . Er starb.

Derselbe Bericht meldet lakonisch:

Am 6 . August starb Calixtus III., unbeweint von denRömern, welche sein Tod von dem Joch der verhaßten Cata-lanen erlöste.

Als abschließendes Urteil über Calixtus III. hat L. v. Pastorfolgende Sätze geschrieben:

Calixtus III. verdient, abgesehen von seinem Nepotismus,hohes Lob, besonders weil er in der wichtigsten Frage des Jahr-hunderts, in der Abwehr der die abendländische Kultur be-drohenden Türkenmacht, soviel Ernst und Beharrlichkeit be-wies, daß er dem ganzen Abendland als leuchtendes Vorbilddiente.Er leitete eine neue Periode in der Geschichte desHeiligen Stuhles ein, indem er sich mit der vollen Glut seinerFeuerseele in den Dienst einer weltbewegenden Idee stellte, derenGröße des Papsttums wahrhaft würdig und damals wie keineandere geeignet war, dessen unerschöpfliche Lebens- und Segens-kraft in ihrer ganzen Fülle und Stärke zur Entfaltung zu brin-gen.

IV.

Am 3. September 1458 bestieg den päpstlichen Stuhl EneaSilvio Piccolomini (Aeneas Sylvius in der htsmanismchemLiteratur) als Papst Pius II. (14381464).

Er war am 19. Oktober 140 j zu Corsignano bei Süema ge-boren, als Sohn des alten, seit dem 14. Jahrhundert verarmt®®,Adelsgeschlechtes der Piccolomini.

Er studierte in Siena das Recht, und wurde dämm hm FlorenzSchüler des Filelfo und des Poggio. Als ihn hum Jahr 1431 derKardinal Capranica kennen lernte, nahm er dem jungem auf-fallend aufgeweckten und geistreichen Piccolomini als seinemSekretär mit. Später verließ Piccolomini als wandernder PoetItalien, und gelangte, nach mancherlei Abenteuern und Gefahren,über den S. Gotthard reisend, nach Basel, dann nach Deutsch-