Renaissance
1153
III.
Die von Nicolaus V. angeordneten Restaurationsarbeitenerstreckten sich auf eine große Reihe von kirchlichen undprofanen Bauten. Unter den kirchlichen Bauten berücksichtigteder Papst vor allem die vierzig Kirchen, in denen während derFastenzeit die Stationen gehalten wurden.
Die am Fuße des Palatin gelegene kleine Rundkirche von S.Teodoro wurde mit Ausnahme der Tribüne wiederauf gebaut.
Der merkwürdige Rundbau „Stefano Rotondo “, welchenFlavio Biondo noch 1446 ohne Dach mit zertrümmerten Musi-ven und geborstenen Marmorplatten gesehen hatte, erfuhr 1452eine gründliche Herstellung.
Erneuerungen wurden vorgenommen an SS. Apostoli, S.Celso, S. Prassede, S. Maria in Trastevere , S. Eusebio, S. MariaRotonda (Pantheon) und am Klosterhof des Laterans .
Größere Arbeiten gelangten in der Peterskirche, in S. MariaMaggiore, S. Giovanni in Laterano, S. Paolo und S. Lorenzofuori le Mura zur Ausführung.
Auf dem Kapitol ließ Nicolaus V. den verfallenen Sena-torenpalast umbauen. Die Fenster des Oberstockes wurden 1451erneuert. Uber dem Eingang, der die rechte Hälfte der Fassadeeinnahm, wurde eine Loggia mit zierlichen Säulen errichtet.Für die Behörde der Konservatoren ließ der Papst auf demKapitol ein neues, zweigeschossiges Gebäude aufführen, untenmit einer Vorhalle von Säulen mit Bogen, eine Art Laubengang,wie ihn damals die meisten vornehmen Häuser Roms besaßen.Das obere Stockwerk mit wenigen unregelmäßigen Fenstern,hatte an der Ecke nach dem Marsfeld eine offene Loggia, dieeinen weiten Blick über die Stadt eröffnete.
Auch die päpstlichen Paläste bei S. Maria Maggiore und SS.Apostoli wurden wiederhergestellt. Auf dem Kastell S. Angelowurde eine neue Engelsstatue aus Marmor mit bronzenen Flü-geln aufgestellt, die Festung selbst durch vier Türme verstärkt.