1173
Vierundzwanzigstes Buch.
Wende vom Mittelalter zur Neuzeit.
Kapitel I.
Von 1484—1492.
i.
n den letzten Lebensjahren des Papstes Sixtus IV. wurde Rom von Kämpfen durchrüttelt, welche anden im Jahre 1482 zwischen Venedig und dem Her-zog Ercole von Este ausgebrochenen sogenanntenferrarischen Krieg anschlossen. Zu diesem Kriege hatte Six-tus IV. die Venezianer angestiftet, um Ferrara für seinen Nepo-ten, den Grafen Girolamo Riario , zu gewinnen und aus derRomagna die Grundlage eines päpstlichen Nepotenreiches zumachen.
Ober diese Kämpfe, welche chronologisch der Regierungs-epoche Sixtus’ IV. angehören, berichten wir hier in dem Sinne,daß sie den Auftakt bildeten zu der Regierungsepoche Inno-cenz’ VIII.
Während des ferrarischen Krieges erhoben sich in Rom dieSavelli und Colonna gegen die Kirche. Von Marino aus unter-nahm Lorenzo Colonna Streifzüge bis nach Rom .
Der Papst ernannte Malatesta zum Feldhauptmann gegenAlfonso, Herzog von Calabrien, der bei Marino lagerte.
Von Marino aus blockierte Alfonso die römische Feldwirt-schaft, welche gerade vor den Erntearbeiten stand und somitdurch völligen Ruin bedroht wurde, während Sixtus, voll Furcht,Rom könnte sich erheben, seine Truppen innerhalb der Mauern
mr
i
I
m
m