Giovanni Giordano in die Gewalt des Königs Ferrantino, dersie auf Befehl des Papstes in Gefangenschaft hielt.
Sofort begannen nunmehr umfassende Vorbereitungen fürden Krieg gegen die Orsini .
Der Herzog von Gandia, im September zum Legaten imPatrimonium gewählt, wurde am 16 . Oktober in S. Peter zumGeneralkapitän der päpstlichen Truppen ernannt. Außer demHerzog von Urbino sollte ihn noch der Kardinal Lunati alsLegat begleiten. Am folgenden Tage zogen die Genannten mitden Truppen zur Eroberung der orsinischen Burgen aus. An-fangs ging alles glücklich vonstatten: Scrofano, Galera, Formello und Campagnano wurden in rascher Folge genommen; Anguil-lara öffnete freiwillig seine Tore.
Man schritt nun zur Belagerung des Hauptsitzes der Orsini in Bracciano, der grauen Riesenburg der Orsini mit ihren gewal-tigen fünf Rundtürmen. In dieser Feste hatte das bedrohteAdelsgeschlecht seine ganze Macht gesammelt.
Der junge Alviano, unterstützt von seiner heldenmütigenGattin Bartolomea, der Schwester des Virginio, leitete die Ver-teidigung. Von den Türmen wehte die französische Fahne. DasFeldgeschrei der Belagerten war „Frankreich. “ Gleich zu Beginnder sich nun entspinnenden Kämpfe ward der Herzog von Ur-bino verwundet, worauf der junge und unerfahrene Gandiaallein den Feldzug leitete.
Bei Soriano kam es am 24. Januar 1497 zur Schlacht. Die-selbe endete mit der gänzlichen Niederlage der Päpstlichen. DerHerzog Guidobald wurde gefangen, Gandia verwundet, ihr Heervollständig zersprengt. Die Orsini waren jetzt wieder Herrender Campagna.
Alexander VI. beeilte sich nun, Frieden zu schließen (5. Fe-bruar 1497). Gegen Zahlung von jo 000 Gulden erhielten dieOrsini sämtliche Burgen zurück, während Anguillara und Cer-vetri dem Papst verblieben.