Teil eines Werkes 
2 (1933) Von der Zeit des Kaisers Konstantin bis auf die Neuzeit
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Von 1513 bis 1521

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nien, die Schweizer, Mailand, Florenz und Genua zu dem vomPapst angeregten Bunde.

Am 17. Juli 1515 entschloß auch Leo selbst sich, der LigaSpaniens und des Kaisers beizutreten.

Sodann suchte Leo auch England zum Krieg gegen Frank-reich zu bewegen. Den Günstling Heinrichs VIII., ThomasWolsey , machte er deshalb im September 1515 zum Kardinal.

Die Hauptkraft der Liga bestand in den Schweizer Truppen,welche, 30 000 Mann stark, die Alpen herabkamen, um Mailand noch einmal zu verteidigen.

Julian Medici war vom Papst zum Governator von Parma,Piacenza, Reggio und Modena , und zum Feldhauptmann derKirche ernannt worden.

Die Alpenpässe waren besetzt, das Eindringen der Fran-zosen schien daher unmöglich.

Aber auf den beschwerlichsten Wegen über die cottischenAlpen kam die französische Armee nach Saluzzo undVillafranca.

Am 14. September 1515, in der Schlacht von Marignano,schlug Franz I. das gegnerische Heer in heißem Ringen auf dasHaupt.

Alle Städte des Herzogtums Mailand ergaben sich jetzt demKönig.

Leo selbst bat Franz um Frieden und Bündnis.

Am 13. Oktober wurde in Viterbo ein Bündnis zwischenFranz I., dem Papst und der Republik Florenz entworfen, wo-nach sich der König verpflichtete, die Medici zu schützen, derPapst, ihm den Besitz Mailands zu erhalten.

Am 11. Dezember 1515 empfing Leo X. in Bologna denKönig, der mit glänzendem Gefolge und starker Reiterei kam.

Zwanzig Kardinäle empfingen ihn, die Hüte in der Hand,an der Porta S. Felix. Riario redete und dankte ihm, daß er ge-ruht habe, persönlich zu kommen. Er empfahl ihm das Wohl