Teil eines Werkes 
2 (1933) Von der Zeit des Kaisers Konstantin bis auf die Neuzeit
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Rom von 1492 bis 1592

namentlich für die Einfuhr von Wein. Im übrigen zog sich bisPorta Portese Gartenland am Flusse hin. Trastevere genoß denVorteil der sabatinischen Wasserleitung. Diese trieb die Müh-len am Janiculus .

In Trastevere bildeten Müller, Töpfer, Gerber, Wollberei-ter, Flußfischer und Barkenschiffer, Wein- und Gartenbauerndie stärkste Bevölkerung aller Viertel Roms .

Seit den Zeiten des Pompejus wohnten viele Juden in Tras-tevere . Noch 1520 hieß ein feldartiger Platz bei S. Francescoa Ripa,Campo Giudeo.

Die Tiberinsel war durch die alten Brücken mit Trastevere und Rom verbunden. Auf ihr standen die Kirchen S. Bartolo-meo, S. Giovanni (Colabita), und ein Kloster der Benediktine-rinnen, woraus im 16 . Jahrhundert das heutige Hospital wurde.

Auf dem linken Tiberufer, in der Gegend des alten Pompe-justheaters und des Stadiums Domitians lagen die an deren Stellegetretenen beiden Plätze Campo di Fiore und Piazza Navona als Hauptstätten des öffentlichen Verkehrs und der Volksver-gnügungen.

Auf Campo di Fiore waren die ersten größeren Gast-häuser Roms entstanden, die Tavernen zur Kuh, zum Engel, zurGlocke, zur Krone, zur Sonne.

In der Nähe des Campo di Fiore wohnten ringsum Händ-ler und Handwerker. Schon im ij. Jahrhundert bestand diePolleria, der Markt für Hühner an der Straße der Baullari(Koffermacher).

Die Piazza Navona hatte im Jahre 1500 ihre heutige Aus-dehnung, ohne ganz von Häusern umschlossen zu sein, zum Teilvon Gärten umgeben.

Sixtus IV. hatte den Stadtmarkt nach der Navona verlegt,der bis 1869 hier blieb.

Die Navona vertrat den alten Circus Maximus im Lebender Stadt, indem man dort Carnevalspiele, Wettrennen, Turniereund Theater auf führte.