1374
Juli IJ73 von ihm, anläßlich seines Besuches in der Later-an-kirche, erteilte Befehl zur sofortigen Anlegung einer Straße vonS. Maria Maggiore nach dem Lateran . Die befohlenen Arbeitenwurden sofort begonnen und so schnell durchgeführt, daß dieWallfahrer bei Beginn des Jubeljahres 1575, anstatt über denkümmerlichen Weg der alten Via Merulana, jetzt auf einerneuen, breiten, gradlinigen und wohlgepflasterten Straße zumLateran pilgerten.
Weit bedeutender als alles, was die Vorgänger Sixtus’ V. für die Bauentwicklung der Stadt getan hatten, war das, wasdieser „zweite Gründer der Stadt“ tat.
Sixtus hatte, lange bevor er Papst wurde, einen großenPlan für die Neugestaltung der Stadtbebauung konzipiert. DerGrundgedanke dieses Planes galt der Verbindung zwischen derOberstadt und der Unterstadt durch Straßenzüge, welche grad-linig und breit, ausgiebig gepflastert, von prächtigen Wohn-häusern, Palästen, Gärten begleitet, durch Schmuckplätze mitFontänen und anderen Monumenten geziert, der Hauptstadt derWelt würdig wären. Auf große Entfernungen sollten dieseStraßen weite Perspektiven bis zu ihren Endpunkten bieten.
Sixtus V. hat in der kurzen Zeit seiner Regierung diesenPlan in solcher Konsequenz und in solchem Ausmaß durchge-führt, daß die von ihm angelegten Hauptstraßen bis in das 20.Jahrhundert bestimmend geblieben sind für die Struktur desStadtplanes zwischen Piazza del Popolo , Porta Pia, Porta S.Lorenzo, Porta Maggiore , Porta Asinaria, Pietro in Vincoli,Piazza Colonna, Monte Caballo, Fontana Trevi .
Sixtus folgte in der Durchführung der Stadtreform zugleichdem von Gregor XIII. in den Vordergrund gestellten Gedanken,daß die Hauptkirchen als Ausgangs- und Zentralpunkte desStraßenverkehrs direkt miteinander verbunden sein sollten.
Des Papstes Lieblingskirche Maria Maggiore wurde vonihm zum Zentralpunkt der neuen Romstadt gemacht, indemvon ihr aus die neuen großen Straßen strahlenförmig ausein-ander liefen. Es entstanden auf diese Weise folgende vier bei