der Ausgrabungen („scavi“), welche seit Innocenz XI. (1676 bis1689) wieder verschwand. Eine Reihe antiker Funde berei-cherte die Stadt. (Über Ausgrabungen im Jahre 1684 s. Pastor,Gesch. d. Päpste, Bd. XIV, Abt. II, S. 689.)
Andererseits waren auch große Verluste zu beklagen. Mei-stens wurden diese durch Händler bewirkt, aber auch durchKunstfreunde, wie den Großherzog von Toscana, Cosimo III. ,welcher im Jahre 1677 aus seiner Villa auf dem Pincio die„Mediceische Venus“, den „Schleifer“ und den „Ringer“ nachFlorenz bringen ließ.
Im Jahre 1686 verweigerte der Papst die Ausfuhr von 36Kisten mit Statuen, die an den französischen König nach Paris gehen sollten. Innocenz XI. ließ auch die Innehaltung der Aus-grabungen streng überwachen.
In der Regierungszeit Innocenz’ XI. fand die Aufstellungder Skulpturensammlung statt, welche Sixtus IV. gegründethatte. Aus dieser Sammlung entwickelte sich das „Museo Ca-pitolino“, als dessen wertvollstes Stück die im 18. Jahrhundertbei S. Vitale ausgegrabene Venus („Venere Capitolina") gilt.Gegenüber diesem alten capitolinischen Museum sind später indem gegenüberliegenden Palast der Konservatoren die Antiken-sammlungen des „Nuovo Museo Capitolino“ und (nach 1922)das „Museo Mussolini“ entstanden.
V.
Es fehlte auch in der politischen Glanzepoche, welche mitdem Jahre 1592 begann, und welche bis etwa 1765, dem Jahrdes Regierungsantrittes des Kaisers Joseph II. währte, an großenMißständen und Schicksalsschlägen in Rom so wenig wie jezuvor.
Obenan in der Reihe der Schicksalsschläge standen, wieimmer in der Geschichte Roms , auch in dieser Zeit die Tiber-überschwemmungen.
Am 21. Dezember 1598 begannen Wolkenbrüche den Tiber zu schwellen. Am 23. Dezember stieg die Flut über die bisher