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schrift „Fortsetzung folgt", was auf eine Artikelreihe schließenläßt. Vielleicht findet er dann auch Gelegenheit sich mit derAusschlag gebenden Frage der Goldproduktion zu beschäftigen,nachdem er seit 1877 doch vielleicht in Erfahrung gebracht,daß die Goldvertheucrung für ein Goldwährungsland kein er-freuliches Ereigniß ist und daß, wenn man es dafür hält,man doch nicht gut thut, es auszusprechen. Ich aber möchtehier gegenüber der Unfehlbarkeit, mit der Bamberger undso viele Goldwährungsleute ihre Ansichten vortragen, folgendesanfügen:
Vor einigen Tagen habe ich in Wien in der Gesellschaftder österreichischen Volkswirthe einen Vortrag über die Währungs-frage gehalten. In der Diskussion wurde auch der Gold-währungsstandpunkt allerdings geschickter und sachkundiger alsvon Dr. Bamberger vertreten, da erhob sich Eduard Süß ,der berühmte — vielleicht bestreitet diese Berühmtheit selbstBamberger nicht — Professor der Geologie an der WienerUniversität und bekannte liberale Parlamentarier. Er ver-breitete sich in der eingehendsten Weise über die Verhältnisseder Goldproduktion in allen Ländern der Welt und schloßseine Rede nach dem Bericht der „Neuen Freien Presse "folgendermaßen:
„Alle noch so gut begründeten Ansichten der Herren National-Oekonomen reichen nicht hin, die Thatsachen aus der Welt zuschaffen, welche einmal die Natur gesetzt hat. Mögen die Staats-männer, die Regierungen und die National-Oekonomen thun, wassie wollen, ich schließe mit der Sicherheit mit welcher der Natur-forscher gewöhnt ist, aus Thatsachen zn schließen, daß die Gold-währung auf die Dauer keinen Bestand haben kann und daß dasSilber wieder das Währungsmetall werden wird. Es mögengroße Schwierigkeiten kommen, und man mag heute gar nichtwissen, wie diese Schwierigkeiten beseitigt werden mögen — be-seitigt werden sie doch werden, das weiß ich bestimmt. Darumglaube ich, was Sie auch gegen den Abg. Arendt vorgebracht haben,er wird doch schließlich Recht behalten".
Diese Worte machten den tiefsten Eindruck, sie werdennirgends ihre Wirkung versagen. Sind etwa auch die Geo-logen nicht sachkundig? Hat etwa nur Herr Dr. Bamberger unddie, welche seiner Meinung sind, eine Kompetenz in der