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er seine Blicke um so bestimmter und ausschliesslicher aufDeutschland richten. Manche der aus ihm Vertriebenen warenin Folge der in Preussen verkündeten Amnestie nach dortzurückgekehrt. Andere, wie Fr. Kapp, bereiteten ihre Rück-kehr vor, nachdem sie sich in Deutschland von dem dort neuerwachten politischen Lehen überzeugt batten. Dazu kamenpersönliche Berührungen mit angesehenen deutschen Politikern,wie mit II. V. von Unruh , und mit Männern der Presse.Deutschland wiederzusehen, wurde daher auch ihm zu einemimmer lebhafter sich gestaltenden Wunsche. Die Aussichtendazu zeigten sich anfänglich nicht gerade günstig. Als aberin Folge einer Bittschrift seiner Mutter, die von alten gutenFreunden, selbst ultramontan gewordenen, unterstützt wurde,1862 eine Erlaubniss zum Besuche von Mainz einlief, wollteer sie doch nicht benutzen. Er konnte schlechterdings vomMinisterium Dalwigk keine Gnade annehmen und bekanntesich in der Gedächtnissrede, die er im October 1862 zurErinnerung an Heinrich Simon am Wallensee hielt, zu seinerdemokratischen Vergangenheit. Aber die Sehnsucht, wiedereinmal in die Heimath zu kommen, wurde durch die ihmgezeigte Möglichkeit doch gestärkt. So reiste er denn 1863mit seiner Frau nach Baden und verweilte dort einige Wochen.„Die Freude, wieder einmal in Deutschland zu leben, erfüllteihn mit wahrem Wonnegefühl“ (Er. 518) und trieb ihn an,sich weiter im Lande umzusehen. Er besuchte Gotha undThüringen , wagte sich sogar in die Höhle seines FeindesDalwigk und reiste nach Giessen. Auch Dresden und Berlin wurde ein Besuch abgestattet. Die ganze Reise hatte inBamberger den Gedanken einer Uebersiedelung nach Deutsch-land neu belebt und seine Frau, die sehr gern in Paris lebte,ting an sich mit ihm zu befreunden. Bestärkt wurde er durcheine bald darauf erfolgende Geschäftsreise, die er nach Berlin zu machen hatte. Doch war es nicht möglich, die Hinder-nisse rasch zu beseitigen, die einer dauernden Rückkehr indie Heimath entgegenstanden. Sein Geschäftshaus in Paris war ja vor Allem auf seine Arbeitskraft angewiesen. DieZustände Deutschlands während der Conflictszeit in Preussen