waren auch nicht, sehr danach gethan, einem Manne wieBamberger den Drang, sich von Neuem in die politischeBewegung zu stürzen, zu einem unüberwindbaren zu machen.Und das um so weniger, als er der damals rührigsten unddurch ihre nationale Tendenz ihm am nächsten stehendenpolitischen Partei, die sich in dem Nationalverein organisirthatte, doch keinen Glauben entgegenbringen konnte. Schon1860 hatte er sich in einem Schreiben an die „Berliner Volks-zeitung“ (Ges. Sehr. IV, 58u. f.) in diesem Sinne ausgesprochen,weil „die Stiftung zur Erreichung ihrer Zwecke keine be-sonderen praktischen Mittel und Wege vorgezeichnet habe undsich also nur auf dem Boden einer theoretischen Propagandabewegen wolle“. Ihm war es klar geworden, dass die „un-bestreitbaren Wahrheiten“, auf die hin sich der Nationalvereingegründet hatte, keiner weiteren Beweisführung bedurften,sondern nur praktische Durchführung heischten. Woher solltediese kommen? Das war die grosse Frage der Zeit, dieBamberger einstweilen noch von Paris aus studirte. Gleich-zeitig betheiligte er sich hier lebhafter als früher an demreich entwickelten Vereinslehen der zahlreichen Landsleute.Als dann aber mit dem grossen Siege Preussens über Oester-reich im Jahre 1866 die entscheidende Wendung in denGeschicken Deutschlands eingetreten war, da litt es ihn nichtmehr an der Seine, sondern er begab sich kurz nach demFrieden von Nikolsburg an den Khein, um an altvertrauterStätte seine politische Wirksamkeit wieder aufzunehmen. Ertrat aus dem Pariser Bankhause Bischoffsheim aus, das sichin Ermangelung eines geeigneten Ersatzes für ihn auflöste.Die Pariser Flüchtlingszeit lag hinter ihm. So oft er auchnoch nach der Seinestadt zurückkehren sollte, er hat dortnur als Gast bei seinen Geschwistern geweilt. —
Der Abschied von Paris war Bamberger nicht leicht ge-worden. Abgesehen von den materiellen Interessen, die ihnmit der Stadt verbanden, fesselten ihn doch auch viele Freunde,die er sich dort erworben hatte. Dazu kam, dass sich seineFrau sehr schwer von dort trennte. Sie hatte sich dort soeingelebt, dass sie dauernd kaum wo anders leben zu können