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Der am 14. März 1899 in Berlin verstorbene Dr. jur.Ludwig ßainbcrger war sein Leben lang einer der eifrigsten, con-sequentesten, werktätigsten und aufopferndsten Freunde undFörderer des Werkes der Einigung Deutschlands in der zweitenHälfte des 19. Jahrhunderts. Ein Yierteljahrhundert gehörteer als ein hervorragendes Mitglied dem Zollparlamente unddem Reichstage an, war einer unserer besten Rublicisten undEssayisten und nahm unter seinen Zeitgenossen durch eineseltene Verbindung wissenschaftlicher Kenntnisse und prak-tischer Tüchtigkeit, die er in der Heimath wie in der Fremdebewährte, eine besondere Stellung ein. Alles das wird es recht-fertigen, wenn in diesem immerhin kurzen Lebensabrisse voneinem Zeitgenossen und Freunde versucht wird, sein Bild fürdie Zukunft festzuhalten. —
Ludwig ilambergcr ist am 22. Juli 1823 in Mainz geboren.Seine Eltern gehörten einer der schon längere Zeit in derStadt ansässigen angeseheneren Familien jüdischer Abstammungan, waren jedoch „nur massig begütert“. So heisst es in den„Erinnerungen“ v ) des Sohnes. Da es diesem bei seinen Auf-zeichnungen vor Allem darauf ankam, den Gegensatz der Zeiten,in welchen er aufgewachsen und emporgekoinmen war, mitdenen zu schildern, in welchen er schrieb, so lag es ihm ferner,uns in sein Elternhaus und seine Familie einzuführen. W r ir
’) Ich citire im Folgenden sie mit der Abkürzung: Er., die gesam-melten Schriften: Ges. Sehr.
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