Vorwort.
Die hier abgedruckte Lebensskizze Ludwig Bamberger's war ursprünglich für das „Biographische Jahrbuch“ bestimmt,welches Herr l)r. A. Bettelheim bei Cf. lieimer in Berlin lieraus-giebt. Sie war im Voraus angenommen. Als ich alter nachFertigstellung derselben an die Kedaotion schrieb, die Bio-graphie werde ungefähr vier Bogen Druck des „Jahrhuchs“ inAnspruch nehmen, so bedauerte man, mir diese nicht zur Ver-fügung stellen zu können, und bat mich, die Arbeit auf EinenBogen abzukürzen. Hierauf glaubte ich, bei aller Anerkennungder (Irürnle der Ablehnung, doch nicht eingehen zu sollen.Der Versuch, den Aufsatz in der „Allgemeinen deutschenBiographie “ zum Abdruck zu bringen, schlug gleichfalls fehl.Freiherr von Liliencron schrieb mir, das Manuscript der Bio-graphie L. Bambergens liege ihm schon vor.
Da ich nun meine Arbeit nicht ungedruckt lassen wollte,aber auch keine weiteren Schritte tlnm mochte, sie in irgendeiner Zeitschrift unterzubringen, schien es das Beste zu sein,sie als Manuscript drucken zu lassen und an die Freundedes Verstorbenen zu versenden. Denn um sie als ein selbst-ständiges Werkchen in den Buchhandel zu geben, hielt ichsie nicht für eingehend und umfangreich genug. Eine er-schöpfende, Biographie Bamberger’s sollte sie ja nicht sein.Diese hätte weiter auslmlen müssen, als ich noch vermag.Sie ist auch nur dann erst zu schreiben, wenn uns alle Tage-bücher Bamberger’s offen vorliegen. Da es diesem nicht ver-gönnt war, seine „Erinnerungen“ zu vollenden, ist übrigensjedem seiner Biographen die Arbeit erschwert und doch auchwieder erleichtert worden. So mögen denn die zahlreichenFreunde Bamberger’s diese Blätter als ein Andenken, das