Defensorium invioiatae viroinitatis 1>. Mariac.
2. Eine Frau, welche Wasser in einem Siebe
trägt, von einem Manne begleitet.Im Gothaischen Eremplare hat die Jung-frau keinen Begleiter.
3. Eine Löwin mit ihren Jungen.
4. Eine Stute.
XIII. 1. König und Königin an einer Tafel.
Im Gothaischen Eremplare sitzen vierMänner verschiedenen Alters an einemgedeckten Tische.
2. Zwei Vögel, die sich schnäbeln.
3. Zwei Manner , welche von einem Söller
herab einen Fluß betrachten.Im Gothaischen Eremplare ist eine an-sehnliche Stadt und ein rother Flußdargestellt, aber keine menschliche Fi-guren.
4. Ein Einhorn, welches einer Jungfrau in
den Schooß springt.
XIV. 1. Der Phönir in Flammen.
2. Eine Frau (Emilia), welche ein Tuch inS
Feuer hält.Im Gothaischen Eremplare wird das Tuchvon einer rothgekleideten Jungfrau undeinem Manne über das Feuer gehalten,mit ganzlicher Verkennung der Scene,die in dein Tempel der Vesta sein soll,deren heiliges Feuer durch die Nach-lässigkeit einer Vestalin erloschen war.
3. Vögel auf einem Baume und Enten im
Wasser.
4. Ein Geier; vor ihm zwei Eier.
XV. 1. Ein Mann voll Verwunderung vor einem
Gebäude, wo an einem offenen Fenstereine brennende Lampe hängt.Das Gothaische Exemplar zeigt einenprächtigen Tempel, auf dessen Höhe einFeuer brennt; vor ihm zwei Männer.
2. Ein Mann (Seien«»-, wohl richtiger 8e-loilites?) blickt nach dein Monde, dessenBild sich ans der persischen Erde spiegelt.Das nebenstehende Facsimile vergegen-wärtigt Tasel XV. des Pariser Ercm-plarcS.
Im Gothaischen Eremplare halten zweiPersonen mit den Händen einen Selc-nitstein, auf den der Mond hcrabscheint.
Die Gothaische Ausgabe unterscheidet sich vonden beiden übrigen, welche v. Hcinecken am an-geführten Orte und Ebert im bibliographischenLerikon 5ic>. 9815. beschrieben haben, hauptsächlichdadurch, daß sie zwei Vorstellungen auf sederbedruckten Seite, und zu Anfang eine, am Endeaber drei ganze Tertseiten hat. Jedes Blattist überdies noch in der Mitte zwischen denbeiden Einfassungslinien mit einem Signaturbuch-staben des großen lateinischen Alphabets bezeichnet.A und K kommen doppelt vor.
Hieraus kann man auf den Inhalt und dieBeschaffenheit des ganzen so höchst eigenthümlichenWerkes schließen, welches gleich der vibüa ?->»-perum aus einzelnen bei den älteren Kirchenväternzerstreuten Elementen zusammengesetzt und von demehemaligen Professor der Theologie an der hohenSchule zu Wien , Franziskns von Retza, in gegen-wärtige Ordnung gebracht wordeu ist. Es bestehetanS 16 Blättern in klein Folio, von denen jedeseinen Buchstaben als Signatur hat. Am Schlüssenennt sich auch der Drucker:
„Johannes cnscnhut imprcssor anno al> incar-
mrcöis Äince quadringcntesimo scptua-
gcsinio
ein Name, den man in den Verzeichnissen vonDruckern vergebens sucht.
Das nachstehende Facsimile dieses Colophonsliefert zugleich eine Probe des Schriftcharakters.
Mannes y>Knbüe nnpteKn>^nno ad incarnacow vnice ^<?uaärüMntetmio6MUZcMov«