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— Conrad und Heinrich Hist.
haben durch cin solches Versehen in den Anna-len der Buchdruckcrgcschichte Epoche gemacht: Die„Pivlia aurra orteris et novi tcstamenti", welchedie Jahrzahl 1466 statt 1496 hat, und „Das UuchEirurgia. hantmirllung der wnndarzney von Hie-roninno ^Zrunschwig", wo auf der Stirnseite deSIWsien Blattes die Jahrzahl 1397 statt 1497 steht.Die zu Straßburg 1485 erschienene deutsche Bibelohne Meldung des Druckers ist mit Grüninger'SType» in der „Passio der vier Evangelisten" von1504 ausgeführt. Als sein Hauptwerk kann der„PtolemauS " von 1525, mit vielen Holzschnitten,angesehen werde».
Von gleichzeitigen uud spateren StrasiburgcrDruckern verdienen noch genannt zu werden: JohannSchott (Martin'S Sohn), Mcutel'S Enkel, Mat-thias Schnrcr, Crato Mylius, Conrad Wolfach,Jakob Eber, Christian Müller, Heinrich Jngwiler(Jnguiler), Johann Knoblouch, Wilhelm Schaf-stncr, Paul Götz, Neichart Bcck, Bartholomeß(sie) Küstler, Jost Martin, Peter Attendorn,Anton Bertram, Bernhard JobinnS, WolfgangKöpfet, Matthias Hupfnß, Georg Ulrichcr, Wen-delin Nichel und dessen Söhne JosiaS uud Theodosgüchel, LazaruS uud Eberhard Zctzuer, JohannFriedr. Spoor, JosiaS Stadel, Christoph von derHeydcn und Johann Heinrich Heitz, welche Firmain Ururenkcln noch heute sortbesteht. Von denneuern Drucker» sind Silbcrmann, Dannbach undNevcreau ausgezeichnete Künstler, so wie Levranltals Schriftgiesier berühmt. Ueber die frühereGeschichte der Typographie in Straßburg gebendie öfters in diesem Buche erwähnten Schöpflin,Oberlin und Lichtenberger Aufschluß.
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von 1477 bis 1504.
Durch die Schlußschrist au dem Buche „Postillaschoiastica super Apoealyvsin et super CanticaCanticorum" in Quart, wo eS heißt: „Imjissa
Spire nnno I^XXI." ist es erwiesen, daß die alteStadt mit den Kaisergrüften schon im Jahre 1471eine, wo nicht mehrere Druckereien in ihren Mauernzahlte. Ob Peter Drach oder Conrad Hist (Hyest)der Erste war, welcher mit diesem Werke die neueKunst in Speyer einführte, ist nicht mit Bestimmt-heit nachzuweisen, indem das Buch ohne Namen desDruckers erschienen ist. Von den meisten Biblio-graphen wird diese Ehre dem Peter Drach zuge-schrieben. Seine erste Leistung mit Angabe desNamens uud des DruckorteS ist: „ Vocabulariuszuris utriusone", 1477. Fol. Er druckte sehr vielund ließ selbst bei Andern, z. B. bei Scnscnfthmid,drucken. Sein Hauptwerk ist das „Missale mo-jzuntinense" von 1497. gr. Folio. Er hat das-Amt eines „Dreizchncrherrn " (Mitglied des bestän-digen Rathes) bekleidet, uud in manchen Schluß-schrifteu neuut er sich selbst „Vir consularis."Eines seiner Hauptwerke ist das „Missale Spi-rense", 1484. Folio, besonders was die Schönheitdes Druckes betrifft; in Hinsicht der Größe aberverdient die „Summa Antonii de Florcntia",vier Foliobande, den Vorzug.
Sein Sohn gleiches Namens setzte das Geschäftvom Jahre 1504 bis 1517 eifrig fort, so daß Beideallein bis zum Jahre 1517 schon vier und fünfzigBücher herausgegeben haben. Letzterer war wirk-licher Stadtschultheiß und druckte selbst auf diesemEhrcuposten 1527 die Sammlung der NeichSab-schiede. Auch er hatte einen Sohn, der ebenfallsPeter Drach hieß und Canonicus am St. Guido-stifte war.
Conrad und Heinrich Hist,
von 1483 bis 1515,'
zwei Brüder, trugen viel zur Verbreitung derKunst in ihrer Vaterstadt bei, und waren nebst derFamilie Drach die frühesten Ausüber der Typogra-phie in Speyer . Beide setzten die Druckerei bis zuAnfang des XVI. Jahrhunderts fort und drucktenbis 1515 allein achtzehn Werke. Man hat einenDruck von ihnen („Speculum eonscientie") vomJahre 1446, in welchem sie ein 1. statt e setzten
(5ieecexil>vi statt 5ieeeexevi), wahrscheinlich