K'trMnirg, — Hulincr. — Flach. — Knolilochzcr. — Schott. — Prüß. — Grüiiinger. 1K9
Georg H n ß n e r,
von 1473 bis 1498,
der sich in den Schlußschriften seiner Werke, die ermeist mit Hülfe des gelehrten CorrcctorS JohannBeckenhnb (Beckenhanb) vollendete, auch häufig„Jeorius HuSner" nennt, trat in Mentel's Fuß-stapfen und druckte viel, zumal Neligionsbücher.In mehreren seiner Werke schildert er die von dendamaligen Buchdrucker» gebrauchten Typen mit denWorten: „Tlon pcnnis ut pristi (sie) quiocmscd litrris sculptis „rtisicialr crrtc conatn cr crorcmota nemve iiidagine", wodurch er nichts anderesals in Metall gegossene Lettern bezeichnen will.
M artitt Fla ch,
von 1475 bis 1500,
aus Basel gebürtig, der auch als „ Martinus Flac-cus" und als „ Martinns SimnS" erscheint, begannseine ruhmvolle Laufbahn im Jahre 1475 mit „Ro-deriri speculum vitac huumnae", die er erst nacheiner Reihe von 25 Jahren vollendet hat. Er hatin seinen zahlreichen Druckschriften wesentlich zurVerbesserung des Typcnschnittes beigetragen undschien selbst stolz auf sein Verdienst zn sein, dennam Schlüsse des ersten Theiles von des gelehrtenPariser Kanzlers Johann Gerson Werken fragt er:„Nosrerr forte volrs quis sculpserit hoe opus erePrcssrrit h,is chnrtas quisvr lharactcribus" etc.Anch hierdurch wollte er sicherlich auf Gußlctternhindeuten.
Heinrich Knoblochzer,
von 1478 bis 1483,
welcher zwar im Jahre 1478 den verdeutschten Belialzn Straßbnrg mit Holzschnitten herausgab, aber seit1479 seine Knnst in Heidelberg fortsetzte, wo wirihn wieder finden werden, hier nur kurz erwähnend,gehen wir auf
Martin Schott,
von 1481 bis 1493,
über, welcher nicht nur viele, sondern meist anchtreffliche Werke aus seiner Presse hervorgehen ließ.
Besonders schön druckte er die „Epistolae" und„ Larmina" des gelehrten Chorhcrrn Peter Schottmit Wimphelings Vorrede. Er war ein Verwandterdes würdigen Ammeisters Peter Schott, ans dessenBetrieb vr. Johann Geiler von KaiserSperg, dersich den berühmten Pariser Theologen Johann Gersonzum Muster gewählt hatte, im Jahre 1478 zumersten Prediger in dem Münster ernannt wnrde.Der selbst im sechzehnten Jahrhunderte uoch vor-kommende Johann Schott ist wahrscheinlich dessenSohn.
I o h a n n Prü ß,
von 1483 bis 1499.
Unter den zahlreichen Werken dieses Meisters,welcher unter Andern auch die Schriften JohannGerson'ö unter der Leitung des berühmten vr. Kai-serSperg druckte, ist der 1437 und 1488 erschienene„Fasciculus tcmvorum" merkwürdig, wo auf dasJahr 1457 gesagt wird: „Um diese Zeiten wnrdedie zuvor unerhörte Buchdruckerkuust zu Mainz crsnnden."
Den höchsten Ruhm eines wesentlichen Vcrbes-serers der neuen Kunst unter allen StraßburgcrDruckern verdient
von 1483 bis 1528.
Seilt eigentlicher Name war Johann Reinhard.Er nannte sich aber zufolge der Sitte der damaligenZeit nach seinem Geburtsorte in Schwaben undkommt auch hier und da als „Grcninger" vor.Man kennt 44 Werke, welche aus seiner Pressehervorgegangen sind, von denen die meisten wegenihrer charakteristischen Holzschnitte noch heut zuTage sehr geschätzt werden. Wir nennen hier nurseinen von Sebastian Vrant besorgten „Trrrnz"von 1496, mit dem Commentare des 0r. I. Asccn-sius, von dem schon im Jahre 1499 eine zweiteAuslage erschien, uud seinen „Horaz " von 1493,welcher den gelehrten Jakob Cochcr znm Heraus-geber hatte. Wenn sich dessen meisten Werke durchäußere Eleganz auszeichnen, so sind dieselben dochnicht immer frei von Druckfehlern. Zwei Bücher
22