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178 LichstnÄt. — Michael Aenscr. — Georg Nci)ler. — Wiirzburg. — Georg Neyser.
sich selbst „Untres presbiteros rlericos con-giegnlionis oomns viridis orti (I>ort!) nd S.Michnelcm in opido AostoeKeensi pnrtinm inse-rioris Selinne" nennen. Sie druckten daselbstnoch während des ganze» fünfzehnten Jahrhunderts.Anser ihnen ist in jener Zeit kein Drucker bekannt.Es kommen sogar noch Drucke von ihnen im Jahre152» vor.
Spatere Typographen Rostocks sind i HermannBarthuse», Stadtsccrctair zn Rostock, eigentlichmehr Privatdruckerei, von 1505-1512, GüntherWinter von Erfurt vou 1510- 1522, welcher vondem gelehrten vi. Nicolaus Marschalk , der schonum 1500 eine Privatdruckerei zu Erfurt besessenhatte, dahin berufen worden war, Ludwig Dietz auö Speycr von 1510-1559, Stephan Myliandervon 1560-1580, Jakob LncinS von 1567- 1569,August 5erber, der Vater, von 1575-1595, -AugustFcrbcr, der Sohn, von 1583-1596, Caspar NeuS-ner von 1597-1612. AuS dem siebenzehnten Jahr-huudert verdienen noch genannt zn werden: JoachimFließ (l>e<Iiui»s), Joh. Nichel der Aeltere, MoritzSachse (8nx<>), Augustin Ferber, Joh. Neusucr,Michael Medcr, Nicolans Kehl (Kiliug), Johann,'NlinS der Sohn, Johann Richel der Jüngere,Daniel Walther, Jakob Nichelius, F. Keilenbcrg,I. Wepling, 0k. Schwiegcrau, I. I. Adler, M.Waruiugck und in neuester Zeit Adler'S Erben(Fr. Behm).
C i ch st ä d t.
14 7 8.
A! i ch a c l 9t e y s e r,
ven 1478 bis 1494.
Die ans Rostock folgende Stadt in der chrono-logischen Reihe der allmaligen Entwickelung istEichstadt, wo sehou 1^78
Henrici dr Segusio s. dc S. Pnrtholo-mneo milgo ^.iostiensis summn supertitulis Dreretnlium" in Folio,ein Werk in zwei Banden und drei Theilen, diePreffe verlassen hat. Der Drucker hat sich nicht
genannt, ist aber ohne Zweifel Michael Neyserodcr Nhser, welcher sehr viel und meist in lateini-scher Sprache druckte.
Georg R e y se r,
von 1484 bis 1500.
Nach ihm und znm Theil schon gleichzeitig mitihm übte Georg Nehser, welcher in Gesellschaft desJohann Beckenhnb, genannt Mcntzcr, und StephanDold schon 1479 zu Würzburg erscheint, die typo-graphische Kunst uud half dieselbe vou Eichstadt aus,wo mehr als in den meisten frankischen Städten,Nürnberg anSgeuommen, gedruckt worden, durcheinen eigenthümlichen und eine Zeitlang beliebtenTypenschnitt (unter dem Namen Neyser'sche oderEichstadt'sche Type bekannt) wesentlich verbessern.Leider ist Eichstadt in der Folgezeit in seinem Eifererkaltet und hat wahrend der drei letzten Jahrhundertenichts geleistet, was der Erwähnung werth Ware. DieReyserschen Drucke zeichnen sich in der Regel dnrchschöne große in Holz geschnittene Initialen aus,z.B. „Albertus Mngnus dc secretis mulicrum"s. i>. in Quart.
W ü rzbi» rg.
1 479.G e v r g R e y se r,
von 1479 bis 1500.
Das erste Druckvcukmal, welches zu Würzburg an das Licht trat:
Drevinrium Dioces. Hcrliipolcnsis. 1479.in Folio,
und am Schlüsse die uns schon von Eichstadt herbekannten Meister „Stephan Dold, Jcorius Reyscrund Johann Beckenhub, genannt Mcntzcr", alsdic Vcrfcrtigcr angicbt, ist zugleich das erste inDeutschland erschienene Buch mit einem Kupfer-stiche. (Das früheste mit Kupferstichen vcrschcncWerk im Allgemeinen ist „II monte Snncto diDio" des Antonio Bettini, zu Florenz bei Nicolo