F r a n K r e i ch.
n Frankreich hatten schoi? Fust und Schös-ser, wenn auch von neidischen Abschreibernangefeindet und vom abergläubischen Volke als Zau-berer verschrieen, bei König Ludwig XI. Schutz undAufmunterung gefunden. DaS Beispiel vom Throneerweckte Nachahmung in den niederen Ständen.Dein berühmten geistlichen Institute der Sorbonnegebührt das Verdienst, die Buchdruckerkunst nachFrankreich verpflanzt und in Paris , dem Mittel-punkte des großen Reiches, heimisch gemacht zuhaben. Gnillaume Flehet und Jean de la Pierre(Hannö vom Stein, ein Deutscher, der damalsdaö Amt eines Priors bekleidete), beide Doctorcnder Theologie uud Lehrer au jener Schule, faßtenden Entschluß, eine Ofsicin für ihre Zwecke zu
errichten und beriefen drei Schweizer Typographen:Ulrich Gering , Martin Crantz und Michael Fri-bnrger von Colmar, welche in Deutschland , wahr-scheinlich zu Mainz , die Kunst erlernt hatten, zusich uach Paris und räumten ihnen eine großeWerkstatt in der Sorbonne ein. Somit sehen wirdenn in
1 4 7 0,
jene drei deutschgebildelen Männer im Jahre 1470mit (Ü!>j>p!li'ü>l ?ei'A!lmensis epistolarurll opus i» 4."als dem ersten französischen Drucke hervortreten.Die Type ist, wie das Facsimile zeigt, genau demDuctuS der damalige» Handschrifteu nachgebildet.
tzFpAr'mi- perMmenKs clacMmi. orato^n^eptHolayL ^ber koeli-nter iml^rd«
Naebdeiu Fichet von Paris abgereiset war, um sichzum Papst Sirtus IV. nach Rom zu begeben, HannSvon Stein oder Lapidarins aber sich in die Kar-thause nach Basel zurückgezogen hatte, verließenauch sie die Sorbonne und mietheten ein Haus unterdem Namen „zur goldenen Sonne". Von nunan vollendeten und datirten sie ihre Werke gemein-schaftlich, bis 1477 Martin Crantz und MichaelFriburger entweder aus dem Geschäfte schieden, oderdie Ausübung der Topographie ganz und gar auf-gaben. AuS dieser Frühperiode der französischen Topographie stammt die „vibüa >!tt!na vulx-tt»" von
1475. in Folio, deren von obigem schon etwaS ab-weichenden Typcnschnilt beisolgcndeS Facsimile an-schaulich macht.
Hnopit^usttHeKü feckm 9Va«^eü'
Iw'SensrAtöisrelrlöKnftl.Kij ab-^1)am.^bzaKamgemM ^iaacL^iaae skt genM^coh.laccib mck Kemütiuäa^ im