Casalnmggiorc.
ist noch zu entscheiden. Vergl. „8. /V. vüi-tnllm,ej>!«toli>l'<z so^ra I-v ti^ogiaka <IeI t''riuli nelssc. XV." vllinae, 1798. in 4.
Casalmaggiore,
1 4 8 6,
Städtchen am Po in der Nähe von Parma, kannhier nur wegen eines zu Soncino begonnenen undin seinen Mauern 1486 in 4. vollendeten hebräischenDruckes „Klacliüsor" hier eine Stelle finden.
Noch sind einige kleinere Ortschaften Italiens anzuführen, von denen man ein oder zwei Druck-denkmäler auS dem fünfzehnten Jahrhunderte, aberweiter nichts mehr von Bedeutung kennt und diedemnach aus dem Horizonte unserer Geschichte ver-schwinden. Ihre Namen, sowie diejenigen ihrerersten Drucker hier zu nennen, dürfte genüge» ', essind: Vercelli , Jacopo Snigus 1485 und Chi-vasso, beide in Piemont mit dem nämlichen Typo-graphen 1486; Bog Hera im Gebiete von Pavia mit Jakob de S. Nazario 1486; Gaeta mit An-dreas Freitag 1486; Viterbo 1488; Nozani mitHeinrich von Coln und Heinrich von Harlem 1491;Forli in der Nomagna mit Girolamo Medcsano,Gnarino dc Gnarinis und Giacomo dc Benedictis1495; Scandiano mit Peregrino Pasqnali 1495;Barco in der Nähe von Soncino mit Gerson, demSohne des Rabbi Moses Mentzlan 1496; Car-magnola in Piemont 1496; nebst Savilianoin Piemont und Albie in Savoyen mit Drucken,die zwar nicht datirt sind, deren Einrichtung undTt'pencharaktcr aber andeuten, daß sie noch vor 1500die Presse verlassen haben.
Der Ruhm, zuerst im Besitze einer arabischenBuchdruckern gewesen zu sein, fällt auf Italien zurück, wo auf Kosten des Papstes Julius II .Gregor Grcgorio aus Venedig dieselbe zu Fanoerrichtet hatte. Aus ihr giug 1514 das erste ara-bische Buch, die „Leptem Iiorae csnonicae" hervor.
Italiens goldenes Zeitalter ging bereits mit demEnde des sechszehnten Jahrhunderts zu Grunde.Die literarische Cultur, meistens abhängig von der
Huld und Unterstützung der Großen und vom Neieh-^ thumc der Städte, fing an zu sinken und erhob sichseitdem nie wieder zu der bewunderungswürdigenHöhe, auf der man sie im nächst vorhergehendenJahrhunderte erblickt hatte. Deut- nnd Preßfrei-heit wurden hier zuerst mit ebenso großer Härte alsEonseauenz unterdrückt; gedankenloser Formendienstder Menge und muthwillige Zwcifelsucht der hellerenKöpfe bildeten merkwürdige Gegensätze. Stehet daöherrliche Land in neuester Zeit, was die Wissenschaftbetrifft, gleichwol fast um ein Jahrhundert hinterden aufgeklärten europäischen Nationen zurück: soI hat doch die Typographie mit den meisten derselbenziemlich gleichen Schritt gehalten. Lebt zwar inunseren Tagen kein Bodoni mehr, so dürfen einMolini und ein Tofani in Florenz , Marenigh inTrieft, früher in Florenz, Alvisopoli in Venedig ,Capnrro inPisa, Giusti iu Mailand und Mattiuzziin Udine nichts desto weniger mit Auszeichnung ge-nannt werden. Ersterer lieferte in der von dem jetztregierenden Großhcrzogc von ToScana veranstaltete»Prachtansgabe der „d^ers 6i I^oi-euxo <!<>.' i>leillci(letto !I ^lügniliro." I^irvNüe, 1825. 4 Bände in gr.Quart, ein wahres Meisterstück des DrnckeS mitBodoni'schen Lettern. Giovanni Marenigh offen-barte in der „ (Zei'us^Iemme übel^til 6! 1'»r>jtt»tc>
Issso." I?'lren?.L, 1820. 2 Bände in gr. Folio, so
Wie in den „Alomimeiis si-pulcraux <Ie '1'o^^ane."
I^Iorenos, 1821. in Folio Geschmack und Corrcclhcir.Mit ihm wetteiferten Alvisopoli in der Prachtansgabevon Leopolds Cicognara's classischein Werke „I^s^ ti>ddrll)l>e s)!u cnsMNie ll! Veuex!», >m!i»r»tv !IIu-«trat« <?<! iiitnxüatc! <li>! mcmdiv lluliit Venet» Ii<>!>!«^clxlemliv <Ii Hell« .^rt!." Vene^!», 1815. 2 Bändein Folio, sowie Paolo Emilio Giusti mit des GrafenPompco Litta's „ 1''!,m!<;i!i! celed^i <t! It»I!»" ^Ii>!»>»(noch unbccndigt) und die Brüder Mattiuzzi durchdie ebeu so schöne als corrccte Ausgabe von „^s. V!-tiuvli I><il!!a»!5 ^iclütectuiit text» <>x r^ci'u^IoiK!co<t!cmn <?mc?i»l»to cum ex<?r<:!tilt!<>»II>n» »»tlü^juc?novi««!m!5 In.iiini^ ?ole»i <zt K!»i»»!>; 8»!>t!oo."D<Zin!, 1825. 4 Bände in groß Quart.