Druckschrift 
Geschichte der Buchdruckerkunst in ihrer Entstehung und Ausbildung : Ein Denkmal zur vierten Säcular-Feier der Erfindung der Typographie ; Mit einer reichen Sammlung in Holz und Metall geschnittener Facsimiles der seltensten Holztafeldrucke, Nachbildungen von Typen alter berühmter Officinen und Proben von Kunstdrucken nach den neuesten Erfindungen unserer Zeit / von Dr. Karl Falkenstein, Königl. Sächs. Hofrathe und Oberbibliothekar, ...
Entstehung
Seite
261
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Delft. -

xAmoll und Tlimmeucn.

Andenardc.

2li1

van den gheheele» jaerc ende oer medc die pro-phecieir", mit der Schlußschrist:Pit is vollei)»-dct int Mer ons Herrn 1477." etc. Folio, das erstein holländischer Sprache gedruckte Buch. Alle vonProsper Marchand und anderen Bibliographen ange-gebenen Goudadrucke von früherer Zeit sind uner-wiescn. Leen druckte daselbst von 1477-1485, woer diesen Ausenthalt mit Antwerpen vertauschte und

zwar da wie dort Werke von höchstem Interesse, vondenen wir nur die bekannte Goudsche Chromi>>,je"von 1478 und eine Sammlung sinnreicher Fabelnin lateinischer SpracheDialogus crentnrarum"von 1480 erwähnen. Von diesem letzteren, demNicolaus von Bergamo zugeschriebenen und spaternoch sehr oft gedruckten Werke giebt nachstehendesFacsimile eine wohlgelungene Typenprobe.

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G IlLCY

Gleichzeitig mit Gouda erhielt auch die Stadt

D e l f t,

1 4 7 7,

durch Jakob Jakobszoon aus dem ansehnlichen Ge-schlechte der van der Meer uud MauritS Uemant-zoon aus Middelbnrg die seltene Gabe. Beidedruckten in Gemeinschaft und schenkten 1477 ihrenLandsleuten die erste Bibel in der Mutterfvrache:Dc ^»bel dat uwe Testament" in Folio, inwelcher jedoch die Psalmen und das Neue Testamentfehlen. Eine genaue Beschreibung dieser bibliogra-phischen Seltenheit in I^e l^oux, Loelc-ZI-ial, p. 365.Obigen zwei Künstlern folgten Christian Snellaert,1495 und 1496, und Heinrich Eckert von Homberchim Druckgcschäfte. Noch kommt auf einigen Jncu-nabeln von Delft und Antwerpen der NameHenrickLettersnyder " vor, welcher nicht mit diesem HeinrichEckert von Homberch verwechselt werden darf, indemsein Geburtsort, wie er in der Schlußschrist vonT'boeK min den Houte", Antwerpen , ohne Jahr(1496 oder 1500?) in klein Octav selbst angiebt,Rotterdam ist.

Zwoll und Nimwegen.

1 4 7 9.

Ein paar Jahre spater wurde die Typographie,von wem? ist noch nicht ermittelt, sowol in Zwoll

in der Provinz Overyssel, als in Nimwegen (hol-ländischNymegen") am Rhein eingeführt. Pietervan aus Breda und Johannes de Vollehoe sinddie bekanntesten Drucker dieser Städte wahrend desfünfzehnten Jahrhunderts.

Von nun an verbreitete sich die Buchdruckerkunstimmer mehr und mehr in dem wissenschaftliebeudcnHolland . Schon 1480 erblicken wir Pressen in demnahe bei Zwoll gelegenen Stadtchen Hassclt, diejedoch niemals zu einiger Bedeutsamkeit gelangt sind.Ganz anders verhält es sich mit der kleinen Stadt

A n d e n a r d e,

1 48 0,

wo Ahrcnd (Arnold?) und Pieter van Kcyzer, latei-nisch <1<z Osaris, die Knust 1480 einführten, welchelängere Zeit daselbst von ihm und seinem Genossengeübt worden ist, wie die Schlußschrift desTrattedes quatre nouissimes" in Quart andeutet:pryezpour l'impresseur dc ce livre tres-rrceUcnt Au-denarde imprcsse pour instruire tout geilt". Dererstere Drucker begab sich späterhin nach Gent , woer 1433Guilletmi Parisiensis rpiscovi Nheto-rica diuinn", in 4. und 1488 denZZoethius" latei-nisch und holländisch in Folio aus Licht treten ließ.Man kennt zehn Keyzer'sche Drucke, welche jetzt zuden größten Seltenheiten gehören. Man sehe überdieselben: Du I'uz' <ls Nontdeun, i-ecbei-clx!« di>>!!»--zraplilciue« sne rjuo><mes im^eesLlons nöellunlliuüeü