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Die Geschäftswelt angesichts der Geschäftslage in Deutschland : ein Vortrag gehalten ... zu Mainz ... 1875 / von Dr. Ludwig Bamberger, Reichstagsabgeordneter
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meine sehr geehrten Herren! So gerne ich dem RufeIhres geehrten Vorstandes gefolgt bin, so wenig bin icheigentlich unbedenklich über die Erfüllung der Aufgabe, Ihneneinen Vortrag zu halten. Nicht als wäre ich des Redensungewohnt oder schüchtern, aber die Aufgabe ist nachgeradeschwieriger geworden, als sie früher war.

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Vor einigen Jahren noch schien es mir wenig bedenklich,einer solchen Aufforderung nachzukommen. Damals wares im Ganzen noch ein Dilettantengeschäft, Vorträge zuhalten. Allmälig haben sie sich aber in unsere deutscheSitte zu einer ständigen Uebung herausgebildet und es werdenin allen größeren Centren regelmäßig derartige ernste Abend-unterhaltungen gepflogen.

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Es hat sich, wie immer, auf Grund einer solchen Sitteauch eine Kunst, oder wenn Sie lieber wollen , ein Handwerkgebildet, das in England schon lange von Lecturer" ausgeübtwird, Persönlichkeiten, die, wenn sie aus solchen Vorlesungenkein ausschließliches Geschäft machen, doch einen Theil ihrerregelmäßigen Thätigkeit darauf verwenden, und so hatsich denn diese Sitte, wie gesagt, zur Kunst oder zum Hand-werk denn jede Kunst hat ihr Handwerk und jedes Handwerkseine Kunst herausgebildet.

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Ich selber stehe dieser Aufgabe gewissermaßen alsDilettant gegenüber, denn dieser Theil der öffentlichen Eloquenzist mir nicht geläufig; es ist nicht mein Geschäft, von Stadt zuStadt reisen und die Quintessenz desjenigen, was mir anBetrachtungen und Kenntnissen zur Verfügung steht, derAufmerksamkeit des Publikums darzubringen.