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mehr oder weniger körperlich sind. Statt Geld einen Schein,auf dem steht: das bedeutet Geld, und im anderen Fachehaben Sie ein Stück Pappdeckel, mit einem Namen und dasbedeutet einen Besuch.str
Statt des Körperlichen, Natürlichen, demgemäß man zuJemand geht, um Freundschaft oder Ehrerbietung zu bezeigen,gibt man den Pappdeckel ab, und trifft man ihn nicht, undwill man seine Freude darüber ausdrücken, macht man nocheine Ecke hinein.
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Wie sich in dieser Weise unser Leben nach der Seiteder Abstraction ausgebildet hat, so hat es sich auch im Ge-schäftsleben geltend gemacht und Schaden hervorgerufen durchdie Uebertreibung, zu welcher eben abstracte Dinge durch dieElasticität der Vorstellung, die hier viel bedeutender ist alsbei der Körperlichkeit der Welt, am leichtesten verführen.Sehen Sie die Actiengesellschaften; sie beruhen auf derVoraussetzung, daß eine gewisse Gemeinschaft von Menschennicht blos ebensogut, sondern, wie man lange geglaubt hatund zum Theil noch glaubt, viel besser geeignet wäre, dieGeschäfte der Welt zu führen, als ein einzelnes Individuum.Das ist meiner Ansicht nach ein Verstoß gegen die ganzeGrundlage des Geschäftslebens.
Zunächst fehlt dieser Societät, dieser Gemeinschaft vonMenschen, die sich zu einem bestimmten Zwecke gruppiren,dasjenige, was ich für das wichtigste in allen zu erreichendenpraktischen Zielen ansehe, nämlich der Wille. Der Willeist etwas ganz Individuelles; er kann durch die Mehrheitvon Menschen nicht ersetzt werden. Sie können den Verstandvon verschiedenen Menschen kombiniren, aber dasjenige eigen-thümliche Facit des menschlichen Handelns hervorzubringen, dasin unserer Willenskraft liegt, kann durch die Collection nurauf Umwegen, oder nur annähernd hervorgebracht werden.
Solange ich im praktischen Leben stand, habe ich mich oftgefragt, wenn ich einen recht dummen Kerl sah, der es im gewerb-lichen Leben sehr weit gebracht, und das passirt sehr häufig-
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