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passiren, bevor sie die letzte Million in die Hände bekam,und hielt es für Gewinn, je schneller, desto lieber das Geldzu erhalten. Ich kann mich hier nicht darauf einlassen, denZusammenhang zu erklären, wieso dieses rasche Herbeiziehender enormen Summen verderblich war. Ich bin fest über-zeugt, daß wenn wir eingewilligt hätten, in der Zeit von1871-73 nur 3 Milliarden zu bekommen, die 2 Milliardenspäter, selbst mit der Gefahr sie vielleicht zu verlieren, wirimmer noch ein besseres Geschäft gemacht hätten, als durchdas rasche Hereinziehen dieser großen Summe von Geld, dieso verderblich auf die Handlungsweise der ganzen Welt, nichtnur der Geschäftswelt gewirkt hat.
Zu dieser speciellen Erscheinung kam nun aber dieallgemeine Situation des Geschäftslebens, wie es sich nichtblos seit Jahren, sondern seit Jahrhunderten mindestens
seit anderthalb Jahrhundert entwickelt hat.
Ich glaube, daß überhaupt etwas krank ist, in unsererArt der Konstruction der Geschäftswelt.
Ich glaube nämlich, daß wir zwei Principien zu weitgetrieben; ich möchte sie nennen: den Collectivismus undRepräsentativsystem. Wir geben uns zu viel ab, um es miteinem Worte zu sagen, mit dem was durch das Gesell-schaftswesen hervorgebracht werden kann, und in Folge davonmit den fictiven Werthen, die aus den Gesellschaften_her-vorgehen.
Es hängt dies zusammen mit der ganzen modernenRichtung, die überhaupt darauf hinausgeht, das Leben zudurchgeistigen und vielleicht darin, namentlich in diesen prak-tischen Dingen zu sehr von der natürlichen Grundlage derDinge abweicht.
Um es recht deutlich zu machen, erlaube ich mir einrecht triviales Beispiel.
Greifen Sie in Ihre Tasche, so haben Sie zwei Fächerdarin; in dem einen haben Sie Papier , in dem andernVisitenkarten: zwei Abstractionen eigentlich für Dinge, die