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Festschrift zum fünfhundertjährigen Geburtstage von Johann Gutenberg / im Auftr. d. Stadt Mainz hrsg. von Otto Hartwig
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DAS GESCHLECHT GÄNSFLEISCH. I. DIE LINIE DES ERFINDERS.

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bezügliche Auszug des J. E. v. Glauburg aus den zum Jungenjchen Papieren lautet:1386. Eheberedung gemacht zwischen Frielen, Greten Sohn zur Laden, und Eisgen,Werner Wyrichs Tochter. Grünbuchs Beylagen p. Diefe Nachricht war auch bereitsKöhler mitgetheilt worden (E. G., S. 18 und Stammtafel zu S. 77). Ueber die Aelternder Elfe fiehe IV3. 1422 übergibt Contj Franckenßein einen Flecken in Mainz zumLutjerumb (zweifellos verlefen für zur Luzernen) genant, Greten und Elfen zuGudenberg, Gefchwißern (Glauburgijcher Zettel aus den zum Jungenfchen Grün-buchsbeilagen im Darmßädter Archiv). Ueber diefe Schwerer der Elfe vergi. V. Am28. Juli 1425 gab Elsichin zu Gudenberg vor Gericht in Mainz das Flaus zu der kleinenhohen Stegen auf (Schaab, E. B. II, S. 463. Original der 1426 publizirten Vergabung imMainzer Stadtarchiv); im felben Jahre erhielt Frau Eisgen zu Gudenberg von ContjFranckenftein und Georg Walthertheymer deren Behaufung (Quelle wie bei 1422). Am16. Januar 1430 kam Elfe zu Gudenberg, Mutter des Henne, FrieleGenfefleifche feligenSohn, mit der Stadt Mainz wegen einer wöchentlichen Gülte überein (Köhler, E. G.,S. 81,14). Am 2. Auguß 1433 wird der Nachlaß der Elfe getheilt. Die Stelle in z. Jungen,F. G. Ch. III, f. 390 lautet:Ao. 1433. Sontags nach Vincula Petri theilen ClausVitzthumb und Elsge seine Hfr. mit Frielen und Hennen Gensfleisch Gebrüdern alldz Guth so ihre Schwieger und Mutter selige Elsge verlassen. Testes Johan Leyhemer,Rudolf Humbrecht, Reinhard Weydenhojf und Peter Gelthauss. Grünbuch Documentor.die Ffurter Geschlecht betr. litt V. Auf f. 47 am angegebenen Ort wird diefe felbeNachricht in kürzerer Form wiedergegeben, unter Verweifung auf f. 390; fie aberhier wohl aus Verfehen vom Jahre 1430 datirt.

(126) MARGARETE z. Laden, Tochter Frieles (112). Ihre Mutter Grede erwarb am8. Juli 1372 auf ihre Lebensdauer ein Leibgeding von 25 fl. auf die Stadt Frankfurt. Diefe Rente fiel im Jahre 1399 nicht mehr; Margareta war alfo bereits todt. (Frankfurter Stadtarchiv, Leibgedingsregifter u. Stadtrechnung von 1399.)

(127) ORTLIEB(Ort) zur Laden, Sohn Frieles (112). Am 8. Juli 1372 erwarb feine MutterGrede auch für ihn ein Leibgeding von 25 fl. auf die Stadt Frankfurt, das bis ins Jahr1428 ausbezahlt wurde. Ortlieb muß alfo 1428, oder Anfangs 1429, verdorben fein. Manhatte aber in Frankfurt keine Nachricht von feinem Tode erhalten, fo daß er noch in1439 nachgeführt wurde. Damals wurde der Eintrag als verfehentlich geßrichen,da diePerfon muße fere alt fin, ob erlebte. (Frankfurter Leibgedingsregifter im Stadtarchive.)Vor dem Jahre 1378 hatte feine Mutter auch ein Andernacher Leibgeding für ihn undfeine Schwefter Ketterchin erworben, deffen Auszahlung fich bis 1395 verfolgen läßt(Annalen des histor. Vereins f. d. Niederrhein, 59. Heft, S. 54 ff.). Im Jahre 1399 war erBaumeißer zu St. Quintin. Der diefer Pfarrkirche zinspflichtige Garten zum Herboldefei zum Hofe zur Laden gebrochen; den Zins gebe Ortlieb zur Laden. (Handfchrift derHabelfchen Stiftung, jetzt in München; Bodmanns Auszüge, Mainzer Häufer betreffend,III 79). Ortlieb hatte alfo in der Theilung wol den Hof zur Laden erhalten. Im Früh-jahre 1405 tritt er als Erbe feiner Mutter bezüglich einer Weingülte auf, die zu Ingelheimfiel (Ingelheimer Ger. Buch im Darmßädter Archive N. 1263). Im Jahre 1410 pachteteer einen Theil der ßädtifchen Einnahmequellen zu Mainz ( Stadtrechnung von 1410/11 imWürzburger Kreisarchive). Im Jahre 1411 fteht er mit feinen Brüdern Friele und Peder-man in dem Mainzer Gefchlechter-Verzeichniß. 1421 wird er als einer der Aeltesten