74
(124) HENNE zur Laden, Sohn Frieles (112). 1366 kaufte fein Vater Friele für ihn einLeibgeding von 25 fl. auf die Stadt Frankfurt , das fich jedoch nur bis ins Jahr 1399 ver-folgen läßt, in dem er geworben fein muß (Frankfurter Leibgedingsregißer und Stadt-rechnungen ; Köhler, E. G., S. 80). Henne fiegelte 1391 eine Quittung feiner MutterGrede über diefe Frankfurter Rente (Köhler, E. G., S. 80. Original im Darmß. Archive,Urk. z. Jungen, u. Glauburgifche Siegelabbildungen im Frankfurter Stadtarchive B 2)Sein Siegel zeigt nur den Schild mit dem Pilger und der Umßhrift: ßjjillumgenfeßeifc^e. Seine Ehefrau war Ennechin, Hartman Großjohans Tochter v. Friedberg.Sie kommt, ausweislich der Frankfurter Leibgedingsregißer, als feine Witwe feit 1400vor und ßarb 1441 auf 42. Peterman zum Silberberg war ihrer Schweßer Sohn(Frankfurter Leibgedingsregißer von 1420; Mainzer Stadtarchiv , Jefuiten-Archivalien A.Lad. 56 G.; und Köhler, E. G., S. 80, 81). Kinder diefer Ehe find nicht bekannt.
(125) FRIELE zur Laden (zu Gudenberg) Sohn Frieles (112). Friele wird zuerß 1372erwähnt, als feine Mutter Grede zur Laden auch ihm ein Leibgeding von 25 fl. bei derStadt Frankfurt erwarb. Er empfing noch, in Gemeinßhaft mit feinem Bruder Ortlieb,am 1. Juli 1419 den am 24. Juni für ße fällig gewefenen Betrag. Die folgende, am27. December fällige Zahlung traf ihn nicht mehr am Leben, da fein genanter Brudernur die Hälfte diefes Betrages für fleh allein empfing. Im Leibgedingsregißer für 1420iß fein Name geßrichen, auch iß der Frielen, Gredens Sohn zur Laden, betreffende Poßenunter der abgeßorbenen Gülte aufgeführt (Leibgedingsregißer und Stadtrechnung von1419, f. 54’ u. 59, im Frankfurter Stadtarchive). Im Jahre 1392 war er Teftamentszeugedes Johann Salman zum Altenßhultheißen (Mainzer Stadtarchiv , Urk. d. Heiliggeiß-Spitals). Sein Vorkommen in den Jahren 1400, 1407 u. 1410, auch eine Abbildung feinesSiegels, vergleiche man bei Köhler (E. G., S. 81). Sein, der Frankfurter Quittung von 1407aufgedrücktes, Siegel, iß unter N. 3 der Siegeltafel neu abgebildet worden (DarmßädterArchiv, Urk., z. Jungen). Es trägt die Umßhrift: *j* S. FRILE . ZV . GENSEFLEISCH,und zeigt das volle Wappen, ohne Beizeichen. In dem Jahre 1403 wirkte er bei der Ehe-beredung feines Neffen Dietrich Schlüjfel, famt feinem Oheim Arnold zum Gelthufe, mit.Beide bezeugten 1418diefeEheberedungvorGericht(Schaab,E.B.II,S.207). In derMainzerStadtrechnung für 1410/11 iß Frylo dictus Genfefleißh als einerder4Rechenmeißer genant.In der Rechnung felbß wird er abwechfelnd als Herr Fr. G. und als Herr Fr. zur Ladenbezeichnet. Er und feine Brüder waren, ausweislich diefer Rechnung, bei der StadtMainz mit fünftägigen und 14 tägigen Renten von je 12y 2 und 8V- 2 fl* bezugsberechtigt.(Mainzer Stadtrechnungen im Würzburger Kreisarchive, theilweife nach Auszügen desH. Dr. Schorbach). Im Jahre 1411 fteht Friele zur Laden mit feinen beiden jüngerenBrüdern in dem Gejchlechterverzeichniß (Die Chroniken d. deutßhen Städte XVII,S. 47). Am 1. Februar des Jahres 1414 ßegelt Friele G., Bürger zu Mainz, einenMainzer Bündnißbrief(Die Chroniken der deutßhen Städte XVII, S. 52). In demfelbenJahre wurde eine Eheberedung zwißhen feiner Tochter Elfe und Clesgen Vitjthumerrichtet (ßehe 133). Nach feinem Tode werden feine Söhne als Fryelen feligen fun „zuGudenberg“ bezeichnet. Diefer Hof war alfo fein Wohnßtj. Das Nähere darüber ver-gleiche man bei VIII C. Verheirathet war Friele wahrßheinlich zwei Mal. Der Namefeiner erßen Frau iß unbekannt. Ueber Patje, das vermutliche Kind aus diefer Ehe,ßehe 131. In 2. Ehe trat er 1386 mit Elfe Wyrich, Tochter des Werner Wyrich. Der