76
unter den Mainzer Münzerhausgenoffen aufgezählt. (Die Chroniken der DeutßhenStädte XVII, S. S. 47 u. 352). Ortlieb führte im Jahr 1414 ein (chön verziertes Siegel,Schild und Helm darftellend, mit der Umßhrift: f. ort gensßetfcß. (Nr. 2 derlofen Siegel Bodmanns in der Mainzer Stadtbibliothek. Auf dem Pergamentabfchnitt(leht von feiner Hand: Ortliep zu der Laden, Bürger zu Mainz . 1414.) Ortlieb warwahrfcheinlich zwei Mal verheirathet. Die Anhaltspunkte dafür siehe bei 136 und 137.Die zweite Ehefrau wird nach ihrem Wappen etwa eine geborene Bechtermünze, oderzur Britfche gewefen fein.
(128) PETERMAN zur Laden, Sohn desFriele (112). Wir lernen ihn mit Sicherheit erßaus einer Urkunde von 1413 kennen, als feine Tochter Grede vom Kloßer AltenmünßerGrundftücke erwarb (Schaab, E. B. II, S. 205). Sie nennt fich darin Pedermans Tochter,wohnhaftig zum Lenfriede, der da i[t Frielen feligen Sone zum Genfefleiße. Peter derVater fiegelte den Vertrag für feine Tochter. Möglich wäre es auch, dag er identißh mitdem Peter zur Laden war, der im Jahre 1405 von St. Peter eine Wein- und Fruchtrentebezog (Würdtwein, Diplom. Mog. I, S. 524). Mit Hülfe diefer Urkunde von 1413 lägt erfich mit dem Pederman zur Laden identificiren, der mit feinen zwei älteren BrüdernFriele und Ortliep z. L. im Verzeichnig von 1411 erfcheint. Auch wird er der 1421 er-wähnte Münzerhausgenoffe Peter Genfefleifch gewefen fein, der noch in der erften Hälftedes Verzeichniffes fteht. (Die Chroniken d. deutßhen Städte XVII, SS. 47 u. 352.) ImJahre 1426 war er bereits verftorben. Seine Gattin Kettechin wird in diefem Jahre undin 1431 genant, als Kettechin, Peter Genfefleighs Witwe, die (den?) man nent zu derLaden und K. zum Lentfriden, P. s. W. z. L. Sie verkauft dem Arnold z. Jungen unddeffen Ehefrau Kette ein Haus am Hofe zum Flois. (Mainzer Stadtarchiv, Urk. IV, 179;Copialbuch des Claraklofters 134/431; z. Jungen, Rothbuch, S. 134.) Ihre Herkunft ißunbekannt. Das Haus und Gefchlecht zum alten Lenfride wird 1312 erwähnt (Baur ,Urkundenbuch d. Kl. Arnsburg, N. 410).
(129) GREDEG., Tochter Johanns (118). Sie wird nur zwei Mal in den Jahren 1389 und92 erwähnt, als Nonne zu St. Clara (gehe bei 118).
(130) KETTEG., Tochter Johanns(118, oder II6). Im Jahre 1427 wird Kette, Henne G.seligen Tochter, Nonne zu St. Clara, erwähnt, die 1447—50 Aebtifßn diefes Kloßers war(Schaab, E. B. II, S. 216; Stadtarchiv Mainz IV, 202, 203; z.Jungen, F. G. Chr. III, f. 95). Esiß zweifelhaft, ob ße hierher, oder zu II 6 , als Tochter Hennes, gehört.
(I 31) PATZE, vermutlich Tochter erfter Ehe Frieles zur Laden (125). „Ao. 1420. Istein Instrument auffgerichtet worden wegen ettlicher gespänn und Irrthumb antreffendFriele zur Laden, Henchen seinen Bruder, und Clos Vitzthumb ihren Schwager aneinem, sodann Patzen, Peter Blashojfs Witwe an dem andern theil. Ist Peter zumJungen zum Blashoff so Ao. 1403 verstorben Hfr. gewesen.“ So lautet ein eigen-händiger Nachtrag des J.M. zum Jungen (F. G. Ch. III, f. 389’). Die drei Kinder desFriele zur Laden (125) aus der Ehe mit Eisgen Wirich hatten alfo, bei Lebzeiten ihrerMutter, Streit mit Page, der nur aus der Nachlaßregulirung ihres kurz vorher ver-ßorbenen Vaters herrühren kann. Diefer Umftand erlaubt die Vermuthung aufzuftellen,dag Page ein Kind aus früherer Ehe Frielens gewefen iß, das vor 1386 geboren feinmuß. Da ihr Mann bereits 1403 ftarb, fo müßte ße fpäteßens ca. 1383 geboren fein. Eineandre, bei Fichard verzeichnete, z. Jungenfche unbelegte Nachricht befagt zwar, dag ihr