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Festschrift zum fünfhundertjährigen Geburtstage von Johann Gutenberg / im Auftr. d. Stadt Mainz hrsg. von Otto Hartwig
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DAS GESCHLECHT GÄNSFLEISCH. II. DIE LINIE SORGENLOCH .

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Ch. III, f. 400). Für Bodmanns Angabe, dag ße fich mit dem Richter Joh . G. (1121)wiedervermählt habe, hat fich kein Beleg gefunden; feine Angabe fogar nachweislichfalfch. (Beiläufig bemerkt heißt 1484 der Patron des Altars St. Nicolai bei St. Chrißophnach dem Original Clais Bechtermontjgenant Floß von Obernsawlnheim, und nichtgenant Claß, wie Severus, ParochiaeMoguntinae, S. 164 druckt). An dem NaffäuifchenLehnrevers von 1446 hängt fein Siegel mit der Umßhrift: e >: facob ßl#elod>. (Wies-badener Staatsarchiv). Der Grabßein Jakobs hat fich auf dem Kirchhof zu Eltville vorge-funden. Er ßarb danach am 22. Juni 1478. Sein darauf gehauenes Wappen hat im Schild dieKreuze, auf dem Helm den Hut mit den drei Federbüfchen (Naffauifche Annalen II, S. 21 fF.)

(II17) PETER v. Sorgenloch g. G., Sohn Peters (II11). Er war der jüngere BruderJakobs, der zugleich für ihn am 1. Auguß 1443 mit dem Mainzifchen Lehen beliehen wurde(fiehe bei 1116). Am 24. Dec. 1443 wurde Peter mit dem Eppßein - Dietjifchen Lehenbeliehen. Unter den Lehnßücken wird auch eine freie Pfründe zu St. Gangolf erwähnt(z. Jungen, F. G. Ch. III, f. 390). Dann verfchwindet er aus den Lehnbriefen, offenbarweil er früh geftorben ift.

(II18) JOHANN (Henne) v. Sorgenloch genant Gänsfleifch, Sohn Jorges (1113); biszum Tode von II14der Junge, dann, bezüglich 1121der Alte genant. Er wurde 1442,18. Auguß, von Gotfried Herrn v. Eppßein mit dem Dietpßhen Lehen feines GroßvatersHenne G. beliehen (Köhler, E. G., S. 86, 13). Auch im Jahre 1450 kommt er als Patronder zu diefem Lehen gehörigen Pfarrei Mettenheim vor (z. Jungen, F. G. Ch. III, f. 393).Er erwarb 1457 das Schlüffel-Gut zu Bodenheim (Schaab, E. B. II, S. 270). Im Nov. 1467wird er zuerß als Hans v. S. g. G.der Alte bezeichnet (Schaab a. a. O., S. 284). Ungefährim Jahre 1465 wird er im Schuldbuch Hennes zum Jungen ebenfalls ausdrücklich als HenneG., Jorge G. fei. Son, bezeichnet (Köhler, E. G., S. 86. Mit dem Original im Frank-furter Stadtarchiv [Glauburg 1854, Nr. 2] verglichen). Seine erße Ehefrau war Odilgen G.gen. Gudenberg, worüber man die Belege zu 141 vergleichen möge. Der Name feiner2. Ehefrau, von der feine Kinder abßammen werden, unbekannt. Vermutlich gehörteße der Familie z. Silberberg an (ßehe 1132). Noch im Juni 1477 lebte er. Er war damalsSchöffe zu Bodenheim und Beßßer des erwähnten Schlüffelgutes (Würdtwein, Biblio-theka Moguntina, S. 235. Verglichen mit Copialbuch des St. Victorßifts im DarmßädterArchiv II, N. 191). Zu Bodenheim fcheint er auch gewöhnlich gewohnt zu haben. SeinSiegel ift auf der Siegeltafel unter N. 5 abgebildet. Es hat die Umßhrift a. j^erfefelgeloud? £fenät gTfflefd?. Die von Fichard (G. G., 282 F 2) aus den zum JungenßhenAufzeichnungen überlieferte Nachricht, daß ein Johann G. im Jahre 1478 verßorben undzu St. Emmeran in Mainz begraben fei, kann fich, im Falle ihrer Zuverläffigkeit, nur aufdiefen Johann beziehen.

(II19) MICHEL v. S. g. G., Sohn Johanns (II14). In der Aufzeichnung feines Groß-vaters Claus Goßenhofer ift zwar feine Geburt im Jahre 1439 vermerkt, nicht aber, wiebei feinen anderen jung verßorbenen Gefchwißern (Johannes, geb. 1442; Clais, geb.1446; Margarethe, geb. 1447) die Zeit feines Ablebens.

(1120) KETTE v. S. g. G., Tochter Johanns (II14). Sie wurde im Jahre 1442 geboren,und ßarb im Jahre 1497 zu Nierßein, als Ehefrau des dortigen Schultheißen Bernhartv. Kirtorf genant Liederbach , der ihr felbß 1499 im Tode folgte. (Köhler, E. G., S. 86u. 87, und Helwigs Syntagma monumentorum etc., Copie im Darmßädter Archive, S. 202).

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