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Im Jahre 1468 trat Kette Goßenhofern* Henne v. S. g. G. Witwe, dem Ehepaar Kirtorfallen ihren Beßtj im Mainzer Burgbann ab, außer Dem, was fie von ihrer Mutter her nochgemeinsam mit ihrem Bruder, hatte. Im Jahre 1470 erhielt Bernhard v. Kirtorf vomErzbißhof Adolf, vergleichsweife wegen der wol bei der Einnahme von Mainz befchlag-nahmten Gefälle feines Schwiegervaters, 30 fl. Rente zu Mann-Lehen aus benanten Grund-zinfen von Häufern, Aeckern und Weingärten zu Mainz ; den Reß aus den Kaufhaus-gefällen (Mainzer Lehnbuch N. 5 im Würzburger Kreisarchive, f. 192).
(1121) HAN S v. Sorgenloch gen. G., Sohn Johanns (II14). Bis 1478 heißt er, in Beziehungauf II18, „derjunge,“ dann, im Hinblick auf feinen Bruder (II22), „der Aeltere.“ Erwurdeam 8. März 1444 geboren und ßarb am 3. September 1504 (Köhler, E. G., S. 86 und Severus,Parochiae Moguntinae, S. 83). Er wurde zu St. Emmeran in Mainz begraben. Im jahre 1470empfängt er das kurpfälzifche Burglehen zu Oppenheim , das feine Mutter lebenslänglich be-ziehen foll (J.M. z.Jungen’s Auszüge im Darmßädter Archive, aus Grünbuch, S.325). Von1476bis zu feinem Ableben war er weltlicher Richter zu Mainz (Gudenus, Codex diplom. II,S. 492.; z. Jungen, F.G.Ch. III, f. 395’; Schaab, E.B., II, S. 323). Hans wohnte 1480 zur Mietheim Hofe zum Gänsfleißh; er bezahlte der Gretchen Gelthaus, geb. Fürßenberg, 15 fl. jähr-liche Miethe dafür (Z. Jungen, Rothbuch, S. 14). Im Jahre 1489 verkaufte ihm Anna Rofen-berg,Witwe des Johann z. Jungen, ihren Hof und Garten zum Nöllen für 188 Goldgulden(Rothbuch, S. 138). Nach der Adreffe eines Briefes vom 3. April 1502 wohnte Hans damalsbei der Pfarrkirche zu St. Emmeran (Brief des Conradt Fuchs, Canonikus zu Liebfrauen inWorms, im Archive des Freiherrn v. Holzhaufen zu Frankfurt a. M.); offenbar im Hof zumNöllen, der Emmeransßraße 8 u. 10 lag, gegenüber den Erben zum GreifFenßein und Bier-baum, oben an dem Haufe zum Dodderich, unten an dem Erb zum gibbelichten Haus, hintenan Dr.K.Elers Garten (Mainzer Borgationsbuch von 1572/3, f. 166, im Darmßädter Archive).Im Jahre 1488 verzichtete feine Mutter zu feinen Gunßen auf das Oppenheimer Burglehen(z. Jungen, F. G. Ch. III, f. 395). Hans war bereits vor demjahre 1477 verheirathet mit Mag-dalena v.Grebenradt,Tochter des Conrat v.G. und der Agnefe Böcklin (Lehnbriefe LandgrafHeinrichs III für Joh. Meilsheimer von 1480 und für Hans S. g. G.von 1489 im DarmßädterArchive). Da fein Schwiegervater föhnelos verftarb, fo ging deffen KatjenelnbogenfchesLehen (das Dorf Sprendlingen , ein freier Hof zu Darmßadt zu Mannlehen und 4 Pfd. Geldzu Burglehen zu Dornberg) mit Confens an feine beiden Töchter [Margrethe, verheirathetzuerß an Johann Meilsheimer, dann an Heinrich v. Bobenhaufen, undMagdalene] im Jahre1477 zur Hälfte über. Daher die Bezeichnung des Hans auf feinem Grabßein als Burgmannzu Oppenheim und Dornberg. Magdalena lebte noch 1508 (z.Jungen, F. G. Ch., III, f. 396’).Im Jahre 1475 trieb Hans auch noch Handelsgefchäfte, wie aus einem pfälzifchen Paßzettelfür ihn, feine Diener und Waaren erhellt (z. Jungen, F. G. Ch. III, f. 395). Zahlreiche Ur-kunden und Correfpondenzen des Hans befanden fleh im Beßtje der zum jungen in Frank-furt ; fie find jetjt zum Theil im Darmßädter Archive, zum anderen im Archive des Freiherrn v. Holzhaufen zu Frankfurt a.M. Hans führte nidit weniger als drei Siegelßempel. 1) EinPrivatfiegel: Schild ohne Beizeichen und Helm mit dem Pilger; die nicht ganz zweifelsfreie,theilweife in zwei Reihen angeordnete Umßhrift lautet: f. ^eme. fojjelod;. gißßeiß. ber. tüg.(Orig.Urk.v. 1478 u. 1485 im Darmßädter Archive unter z. Jungen, und Lehnrevers v.1489dafelbß). 2) Das beffer gefchnittene und größere Richterfiegel, auch Schild ohne Beizeichenund Helmmitdem Pilger enthaltend. Die Um fchrift, deren erßerBuchßabe auf einem Band