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G. FÜHR. SCHENK
damals in Mainz (FrankfurterSchöffenprotokoll von 1447 bei Fichard, G. G., v. Sorgenloch yN 1; Frankfurter Reichsfachen N. 4331). Er hatte zu diefer Zeit, offenbar mit demNachlaß feiner Friedberger Ahnfrau zufammenhängende Streitigkeiten mit Henne Stumpfv. Dettingen zu Friedberg. Drei Urkunden aus den Jahren 1448 und 1449 zu Folge(Sdiaab, E. B. II, S. 259 u. 263; Köhler, E. G., S. 82) erwarb Johann das HausLauffenberg neben dem Haufe Schenkenberg in Mainz und darauf laßende Zinfen. Am19.Januar 1450 kaufte der erbarejunker Henne G. der Alte für feine Ehefrau Kettgin eineWeingülte aus Laubenheim , auf Lebenszeit der Kettgin und ihres damals erft acht Jahrealten Töchterchens Kettgin. Im Jahre 1451 kommt zwei Mal der Junker Henne G. alsSchöffe des Gerichts zu Hechtsheim vor (Schaab, E. B. II, S. 264 u. 265). Das zu dieferUrkunde gehörige Siegel befindet fich jet^t unter den lofen Siegeln Bodmanns auf derMainzer Stadtbibliothek. Es trägt die Nummer 5 und zeigt das vollftändige, ungeänderteWappenbild der Familie mit der Umfchrift: f. ^en. genaßeifd?. b. alb. Im Jahre 1452war Henne bereits zu Oppenheim wohnhaft (Frankfurter Stadtarchiv, Reichsfachen,4772). Er hatte Streit mit der Witwe des Henne Stumpf v. Dettingen über eine vonEngel Hochhaufen herrührende Erbfchaft (Fichard, G. G., v. Sorgenloch , N 1). Am23. April 1461 wurde Henne v. Sorgenloch der Alte, gen. G., zu Oppenheim von Pfalz-graf Friedrich bei Rhein mit einem Burglehen von 6 fl. Rente auf der OppenheimerJudenßeuer beliehen. Henne hatte es von Hans Heiles erworben (Auszug mit Wappen-abbildung [fiehe Wappen-Tafel bei VI] im Lehnbuch Pfalzgraf Friedrichs zu Karlsruhe ,Generallandesarchiv, Copialbuch 635 yy 2, f. 277b). Seine Ehefrau war, wie obener-wähnt, Katharina Goßenhofer zu Schenkenberg, die erft am 29. Mai 1503 verßarb.
(1115) KATHARINA v. Sorgenloch genant G., Tochter Peters (II11). Sie war ver-mählt mit Henne Adolf von der jungen Aben dem Alten zu Oppenheim . Es ift nichtßcher, ob die im Jahre 1439 bereits vorkommenden zwei erwachfenen Kinder ihresMannes: Henne Adolf der Junge und Kette, Ehefr. Sifrids v. Wachenheim , aus ihrer Eheßammten; dann müßte ße bereits im 2. Decennium des Jahrhunderts verheirathet ge-wefen fein (Köhler, E. G., S. 86, u. Sdiaab, E. B. II, S. 241; ergänzt aus dem Copialbuchv. St. Victor im Darmßädter Archive, II N. 196 und 197). Sie ßarb am 15. Auguft 1435,ausweislich ihres Grabßeines in der Katharinen-Kirche zu Oppenheim (Köhler, E. G.,S. 86). Daß ße aus erßer Ehe ihres Vaters ßammte, ift dargelegt bei II11.
(1116) JAKOB v. Sorgenloch genant G., Sohn Peters (II11). Am 20. Januar 1441wird fein Mompar Hans v. Udenheim, der Bruder feiner Mutter, für ihn mit demNaffauifchen Lehen über die Rheinauen beliehen (Original - Revers im Staatsarchiv zuWiesbaden ). Am 1. Auguß 1443 wird er als der Aeltefte, für fich und feinen Bruder Peter,mit dem Mainzifchen Lehen feines Vaters beliehen (Mainzer Lehnbuch im Würzburger Kreisarchive, N. 2, f. 323’). Daß er aus der Ehe feines Vaters mit Nefe v. Udenheim ßammte, erhellt aus einer Urkunde von 1452 (Lagerbuch des Mainzer Dominikaner -Convents auf der Mainzer Stadtbibliothek, f. 23’). Am 6. Mai 1463 wurde Jakob, alser aus dem Rheingau nach Mainz ziehen wollte, von Anhängern Erzbißhof Diethers v.Isenburg verwundet. Der Chroniß bezeichnet ihn als „einen vornehmen Geßhlechter“(Die Chroniken der deutßhen Städte XVIII, S. 69, 33). Seine Ehefrau war EisginBechtermünze, die ßch nach Bodmann 1464 mit ihm verheirathet haben foll (Rhein-gauifche Alterthümer, S. 135*). Sie lebte noch 1502 bei ihrem Sohne (z. Jungen, F. G.