87
(Hefßjches Samtarchiv zu Marburg VIII B III). An der Identität iß alfo nicht zu zweifeln.Im Jahre 1439 fiegelte er, als Schulmeißer zu St. Victor, nur mit dem Schildwappen undden Kreuzen. Die Umfchrift lautet angeblich: f 0. tfacobe be 0or£eloc^ jjenat ©efßeifd?.(Schlechte Zeichnung bei den Schaabfchen Papieren in der Mainzer Stadtbibliothek.)Jakob war, ebenfo wie feine Brüder, zu Bodenheim begütert (Schaab, E. B. II, S. 238).Nach dem Todtenbuch des Stifts v. St. Victor ßarbJacob an einem 14.Januar; das mußnach dem Eintrag in dem Bruderfchaftsbuch v. St. Victor im Jahre 1452 gewefen fein(Schaab, E. B. II, S. 240’; Bruderfchaftsbuch, f. 9, Index benefactorum, und Todtenbuchim Darmftädter Archive zum 14. Januar). Im Jahre 1445 hat Jakob auch noch ein drittes,nur den Helm darßeilendes Siegel geführt, das bereits die drei Federbüfche, ßatt desPilgers, als Helmzierde zeigt (z. Jungen, F. G. Ch. I, S. 952).
(II13) JORGE v. Sorgenloch , genant G., Sohn Hennes (II6). Ueber fein, mit feinemVater und feinen Brüdern gleichzeitiges Vorkommen in den Jahren 1402, 1407, 1411,1420, 32, 35 u. 37 vergleiche man die Belege bei II11 u. 12. Im Jahre 1420 war er undDietrich v. Hatjßein in Fehde mit Heflen, in der ein Frankfurter Bürger irrig bei Caßellgefchädigt wurde (Frankfurter Stadtarchiv, Reichsfachen, N. 1764). Sein Siegel auf dembezüglichen Schreiben zeigt das gewöhnliche Wappenbild mit der Umfchrift: f. tforjje©einffleie. Dasfelbe Siegel findet (Ich auch an einer Rachtung mit Frankfurt von 1428(Fr. Stadtarchiv , Rachtungen, 882). In der Rachtung zwifchen den alten Gefchlechtern undder Gemeinde Mainz von 1430 wird Jorge G. ausdrücklich ausgenommen (Die Chro-niken d. deutfchen Städte, XVII, S. 77). Im Mai 1441 wird er noch als lebend erwähnt(Schaab, E. B. II, S. 244); im Auguft 1442 als verdorben (fiehe den Beleg bei II18). Erwohnte vermuthlich, ebenfo wie fein älterer Bruder, außerhalb der Stadt Mainz . DerName feiner Ehefrau ift unbekannt.
(II14) JOHANN (Henne) v. Sorgenloch g. G., wahrfcheinlich Sohn Michels (II9).Da fowohl der älteße Sohn diefes Johann, wie einer feiner Enkel, den fonß der Familiefremden Vornamen Michel tragen, fo iß nicht daran zu zweifeln, daß er der Sohn desMichel (II9) gewefen iß. Er wird nachweislich im Jahre 1461 zuerß auch mit dem Bei-namen „v. Sorgenloch“ bezeichnet, den die ältere Linie diefes Stammes bereits früher führte.Die von feinen Vettern vorgenommene Wappenänderung ahmte aber weder er, nochfeine Nachkommen nach, fo daß es mit Hülfe der Siegel möglich iß, diefe jüngere LinieSorgenloch in Zweifelsfällen von der älteren zu unterfcheiden. Durch die Aufzeichnungfeines Schwiegervaters, des Richters Clas Goßenhofer zu Schenkenberg, iß man überfeine Perfonalien genau unterrichtet (Köhler, E. G., S. 86 ; „qwamen zu hauff“ muß esßattder Köhler’fchen Lefung nach dem Frankfurter Originale heißen). Danach heiratheteer am 22. Januar 1437 die Kettchen Goßenhofer. Ihr älteßes, Michel getauftes, Kindwurde am 29. September 1439 geboren. Danach darf man annehmen, daß Johann damalsca. 25 Jahre alt war, alfo fpäteftens 1411 geboren wurde. Das Ehepaar hatte ßeben, zumTheil früh geßorbene Kinder. Johann ßarb am 22. September 1467; in der Abfchrift desJ. E. v. Glauburg und im Frankfurter Original fteht hinter Henn Ginfzfleifch „der alte,“was Köhler ausgelaffen hat; feine Witwe Katharina am 29. Mai 1503. Nach dem Tode feinesOheims Henne (II10) wurde er, zur Unterßheidung von feinem gleichnamigen Vetter,ßetsals „der Alte“ bezeichnet. So bereits 1445 (Die Chroniken der deutfchen Städte XVII,S. 263, und Schuldbuch des Henne zum Jungen im Frankfurter Archive, S. 111). Er lebte