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(1124) MARGARETHE v. Sorgenloch gen. G., Tochter Jakobs (1116). Sie war imJahre 1484 bereits mitjohann Molsberg, lic. jur. und weltl. Richter zu Mainz , verheirathet(Mainzer Ingroflaturbuch N. 40 im Würzburger Kreisarchive, f. 142; Bodmann, Rhein -gauijche Alterthümer, S. 136). Im Jahre 1495 war eineTheilung zwifchen ihrem BruderPhilipp und ihrem Ehemann zu Stande gekommen, wonach dem Johann Molsberg, unterAnderem, aus dem Naßauißhen Lehen eine Rheinau gegenüber Ginsheim zufiel (Lehen-revers des Philipp v. S. gegen Graf Adolf v. Najfau, vom 8. Mai 1495, im Wiesbadener Staatsarchive). Sie iß die Ahnfrau der heute noch allein von den alten Mainzer Ge-(chlechtern blühenden Familie der Frhrn. v. Molsberg auf der Langenau bei Ginsheim .
(1125) MARGARETHE v. S. g. G., Tochter Johanns (II18), Nonne zu Kloßer Datenfeit 1465. Das bezügliche, zu Bodenheim ausgeßellte, Notariatsinßrument über ihreAusßattung iß gedruckt bei Schaab, E. B. II, S. 280.
(II 26)JOHANN v. Sorgenloch gen. G., SohnJohanns(II 18). Bereits am 9. October 1477wurde er mit den Dietjijch-Eppßeinißhen Lehen beliehen (Originalrevers im Wiesbadener Staatsarchive). Die Lehensobjecte find gegen den 1. Lehnbrief von 1401 um eine freiePfründe zu St. Gangolf vermehrt, auch um 2 Morgen Wingert im Hechtsheimer Berg,17 Malter Korn auf den geißlichen Gütern in der Mark Hechtsheim, einen Zehnten imMainzer Bürgerfeld, ca. 6 Malter Korn ertragend, und 4 Malter von dem Schutj in diefemFeld. Johann war Amtmann zu Hallgarten, Bodenheim, Dalberg, Neu-Bamberg undNieder-Olm , auch Schöffe zu Hechtsheim. Er wird auch mit dem Johann v. S. g. G.gemeint fein, der 1483 mainzißher Dienßmann wurde (Joannis, Rerum MoguntinarumTom. I, S. 795). Er war zwei Mal verheirathet. Zuerß, vor 1489, mit Getjgen Gelthausvon der jungen Aben, Tochter Heinrichs und der Drude Knoblauch (zum Jungenßhesgrünes Documentenbuch, S. 180, nach Glauburgs Auszügen); dann mit Margarethe Seltinv. Saulheim , wie aus dem Confens des Lehnsherrn vom 12. Nov. 1506 zur Bewidmungauf die Güter zu Hechtsheim erhellt (Orig. Urk. im Wiesbadener Staatsarchiv). Nachder Rückaufßhrift diefer Urkunde fiel diefes Witthum durch Ableben der Berechtigtenim Jahre 1515 dem Lehnsherrn heim. Am 28. Mai 1513 war Hans bereits todt (Schaab,E. B. II, S. 332). Er wurde im Klofter Dalen begraben (Schaab, E. B. II, S. 330). Im Siegelund auf feinem Grabßein, führte er dasfelbe Wappenbild wie fein Vater (II18). Es hatdie Umßhrift: g . tyane . t>ö . forffetrlüd?.
(1127) BERNHART v. Sorgenloch gen. G., Sohn des Hans (1121). Bereits am22. März 1480 wird er und feine Schweßer Katherina in einem ihren Aeltern ertheiltenAblaßbrief erwähnt (z. Jungen, F. G. Chr. III, f. 396’). Im Frühjahre 1502 heiratheteer Martha von Clapis (z. Jungen, F. G. Chr., f. 400’. Orig.-Schreiben v. 3. Auguß 1502 anfeinen Vater im Frhrl. v. Holzhaufenßhen Archive zu Frankfurt a.M.). Am 17. November1502 erwarb Bernhart von dem Heirathsgeld feiner Ehefrau eine Wiederkaufsgülte von1 fl. von einem Mainzer Handwerker, für 20 fl. (Pfarrarchivv. St. Emmeran zu Mainz). SeineEhefrau erwarb im Jahre 1503 den Eckhof und Erbe genant Gänsfleißh, auf derMarktßraßegelegen, den ihr Bruder, Meißer Peter Anthonius v. Clapis, leg. baccalaureus, ihr taußh-weife gegen Kölner Häufer aufgegeben hatte (Vom Kreisarchiv Würzburg mitgetheilt.Mainz, weltl. Schrank, Lade 68, N. 84). Eine Anfrage beim hißorißhen Archiv der StadtKöln ergab , daßMartha de Clapis ßhon 1496 dort begütert war, und daßder feit 1488 vor-kommende, 1511/12 verßorbene Mag. Petrus Anthonii v. Clapis, Dr. jur., Propß des