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Festschrift zum fünfhundertjährigen Geburtstage von Johann Gutenberg / im Auftr. d. Stadt Mainz hrsg. von Otto Hartwig
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G. FRHR . SCHENK

die Armen (Depos. der Stadt Friedberg N. 251 im Darmflädter Archive). Im Jahre 1541wird Walther als Präbendar der Straßburger Domkirche erwähnt (Schaab, E. B. II,S. 348). Im Codicill zum Teflament feines Bruders Michel (fiehe 1130) wird er noch1550 als lebend erwähnt. Fichard hat aus dem Inhalt diefer Verfügung mit Recht ge-folgert, daß er mit feinen Brüdern, die (Ich der Lehre Luthers zugewendet hatten, zer-fallen war. In den hefftfchen Lehnsacten vom Jahre 1551 wird er nicht erwähnt, fo daßer vielleicht verdorben war (fiehe bei 1129).

(1132) MARGARETHA v. Sorgenloch zu Bodenheim , Tochter Johanns (1126). Sie(lammte aus der Ehe ihres Vaters mit Getjgen Gelthaus. Am 28. Mai 1513 wird ihrMompar Johann Knoblauch zu Frankfurt mit dem Erblehen der Herrfchaft Falkenflein für(ie beliehen: mit dem [teinernen Stock und der Häufung zu Bodenheim mitten im Dorf(Schaab, E. B. II, S. 332). Sie felbfl war drei Mal verheirathet. Zuerfl, laut Ehebe-i redung vom 16. September 1514 (Original im Darmflädter Archive) mit Philipp v. Gerolt-

' (lein (a. d. Wisper). Ihre dabei mitwirkenden nächflen angeborenen Freunde, vom Vater

her, waren Heinrich und Hans von Silberberg. Alfo wird ihre Großmutter diefer Fa-: milie angehört haben. Aus ihrer Eheberedung mit Johann Knebel v. Katjenelnbogen

| vom 24. Dezember 1524 erhellt, daßfie inzwifchen zum zweiten Male mit Philipp v. Langeln

verheirathet gewefen war, und daß fie aus erfter Ehe vier Kinder hatte (Schaab, E. B. II,

, S. 338). Aus dritter Ehe hatte fie Nachkommen, die den Bodenheimer Befitj ererbten.

(II33) SARA v. S. g. G., Tochter Johanns (1129). Im Codicill des Michel G. von 1550wird auch Sara, feines Bruders Johanns Tochter, mit einem Stück englifchen Tuches zui einer Schauben bedacht (z. Jungen, F. G. Chr. III, f. 400). Ausweislich des Darmftädter

Kirchenbuches (tarb fie am 13. Januar 1605, 84 Jahre alt, als Witwe des Georg Schaffvon Worms . Sie war alfo etwa 1520,11 Jahre vor der Verehelichung ihrer Aeltern geboren.Sie wird damals ausdrücklich als Tochter des Herrn Johann Gänsfleifch bezeichnet.Ihr Mann befaß 1568 ein Haus am Plan, auf dem jetjigen Marktplatj, vor dem Schlöffe. zu Darmfladt. Sara felbfl verkaufte 1586, als Witwe Schaff und Bürgerin zu Darmfladt,

I ein Wohnhaus, auf die Bach (loßend, an Landgraf Georg (Darmftädter Archiv, Lehns-

acten: Fifcher gen. Walter und Urkunden, Darmfladt). Ueber ihren Ehegatten hat (ich^ nichts Näheres inWorms ermitteln laffen. Sie war dasletjte lebende Glied des Gefchlechtes

\ Gänsfleifch. Sara hatte, ausweislich des Darmflädter Kirchenbuches (deffen Durchficht ich

Herrn K. Anton verdanke), aus ihrer Ehe mit G. Schaff eine Tochter Margarethe, die (icham 7. November 1586 zu Darm(ladtmitJo(lWogeffer, für(ll. Kanzlei fekretär, verheirathete.

(1134) JOHANN ORT v. S. g. G., Sohn johanns (1129). Nach AngabeJ. M. z. Jungenfoll erJohann Ort getauft worden fein (F. G. Ch. III, f. 401), während er in hiefigens Urkunden flets nur mit feinem Rufnamen Ort heißt. Er trat nach dem Tode feinesVaters

1563 in den Genuß des halben Grebenradtfchen Lehens zu Darmfladt und Umgegend,mit dem er am 22. Januar 1564 beliehen wurde (Orig. Revers im Darmftädter Archive).Die andere Hälfte war, nach dem Erlöfchen des Meilsheimerfchen Mannsftammes, anBalthafarv. Weitolshaufen, gen. Schrautenbach, gelangt). Er muß, ausweislich der Darm-flädter Stadtrechnungen, 1566 auf 1567 verflorben fein; in letzterem Jahre war das Lehenheimgefallen, während 1566 die von der Stadt zu zahlende Geldrente noch für Ort ver-ausgabt ifl. Sein Wohnort ift nicht mit Gewißheit feflzuftellen; vermuthlich war es Darm-fladt. Nach z. Jungenfcher Angabe (F. G. Chr. III, f. 401) war er mit einer Barbara

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