DAS GESCHLECHT GÄNSFLEISCH. III. NICHT EINREIHBARE PERSONEN.
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Finck verheirathet, die am 13. Mai 1561 verftorben fein foll. Sein eigener Todestag wirddort, zweifellos irrig, auf den 17. November 1561 angegeben. Es wird der 17. Nov. 1566dafür zu fetjen fein. Nach den zum Jungenfchen Nachrichten habe Ort auch noch zweinicht namentlich genante Gefchwifler gehabt, die frühe geworben zu fein fcheinen.
(1135) MARGARETHE v. S. g. G., Tochter Johann Orts (1134). Unter den Archi-valien, welche austaufchweife aus Schweden ins Darmflädter Archiv gelangt find, fand fichauch eine Vollmacht des Peter Pfeilflicker des Aelteren, Bürgers zu Darmfladt, und feinerEhefrau Margreth, vom 19. Dezember 1572, für Hans Heinrich Epflein, Schultheis zuRüffelsheim, ihren Schwager, zur Erhebung ihrer Zinfen, Renten und Gülten in und beiMainz, mit alleiniger Ansnahme der zu Finthen fälligen. Sie geben ihm auch Vollmachtzum Verkauf diefer ihnen entlegenen Beßrungen. Die Rückauffchrift der Urkundelautet: Gewalt Peter Pfeilflickers pp. „zu Verkaufung der Genssfleisch. Zinss gegeben.“Mit Hülfe diefer Urkunde ließ fich ermitteln, daß derfelbe Peter Pfeilflicker der Aelterezu Darmfladt bereits am 1. Mai 1570 einem zu VilQbach wohnenden Ciliax Ditj Vollmachtzur Eintreibung feiner Forderungen ertheilt hatte. Auf Grund derfelben veräußertediefer am 17. Augufl 1570 einen 2 Pfd. Heller betragenden Grundzins aus Weinbergenvor Mainz für 30 fl. (Mainzer Stadtgerichts-Borgationsbuch von 1570/71, f. 80’). DiefesEhepaar ftarb, nach dem Darmflädter Kirchenbuche, im Sommer 1587 (Peter begrabenam 19. Juni, Margarethe am 10. Juli). Am 8. Januar 1588 wurde ferner ihr SohnJohann Orth Pfeilflicker zu Darmfladt mit Katharina, Tochter des Burggrafen KonradNoding von Marburg , getraut. Die Uebereinftimmung der in diefem Kreife feltenenNamensverbindung Johann Ort mit dem Namen des 1566 verdorbenen letjten männlichenGänsfleifch, in Verbindung mit der Vollmacht von 1572, erlaubt den Schluß, daß JohannOrt Pfeilflicker,Pathe feines Großvaters war. Im Darmftädterjudicialbuchvon 1575—1616,f. 145’, ift zudem ein Eintrag vom 13. Nov. 1587 enthalten, wonach Johann Ort Pfeil-fticker und fein Bruder fich von dem Kammerfchreiber Joft Wogeßer und feiner Schwiger,der Sara Schaff, geborenen Gänsfleifch (1133), gröblich übervortheilt glaubten. Marga-rethe muß alfo eine etwa 1545 geborene Tochter des Johann Ort Gänsfleifch gewefenfein: der letjte den berühmten Namen tragende Sprößling des Stammes.
III. Nicht einreihbare, (III 1 ) PETRUS DICTUS GENSEFLEIS. 1286 . Unter
oder nicht mit Sicherheit befindet pdl ein Quartblatt mit rchlechten Zeichnungen
ZU belegende Personen. vonSiegeln der FamilieGänsfleifch, ohne Quellenangabe.Das erfle, ein [childförmiges, zeigt das Familienwappen in einem, mit Kreuzen beftreutemSchilde und der Umfchrift: f S . PETRI DCl. GENSEFLEIS. Neben der Zeichnungfleht die Jahreszahl 1286; darunter die Angabe „cer. alb.“; was alfo eine urfprünglicheOriginalvorlage aus weißem Wachs bedeuten würde. Schaab hat diefes Siegel nirgendsverwerthet. Die Umfchrift weicht ganz von derFaffung der auf dem Siegel desFriele (11)ab. Vermutlich hat man es mit einer fchlecht copirten Vorlage von Bodmanns Handzu thun, der fich bekanntlich Fälfchungen von Urkunden zur Genealogie Gutenbergs hatzu Schulden kommen laffen. Ich halte das Stück für ganz verdächtig.
(III2) 1337, 14. Kal. Julii O(biit) FRILO zo dem Genfefleis can. eccl. huj. So lautetdie Umfchrift eines im Jahre 1806 von Lindenfchmit forgfältig gezeichneten Grabfteins
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