Druckschrift 
Festschrift zum fünfhundertjährigen Geburtstage von Johann Gutenberg / im Auftr. d. Stadt Mainz hrsg. von Otto Hartwig
Entstehung
Seite
159
Einzelbild herunterladen
 

DIE URKUNDLICHEN NACHRICHTEN ÜBER JOHANN GUTENBERG .

159

dirre gezuge fro || vnd rümete es den zwein. Vnd darnoch über lang do fpräche er aberdiefelbe || rede, do bäte in dirre gezuge aber als vor vnd fpräche, er wolte es vmb || inverdienen. Darnodi fo mehte er im ein zedel vff diefelbe rede vnd fpreche || zu difemgezugen: heißen wol zu rote werden, obe es ir gefug fy. Das || dete er vnd wurdentdaruff etwie lange zu rate. nement in joch ouch || zu rate, do fpreche er: fit dem mole,das yetj fo vil gezüges do vnd || gemäht werde, das uwer teil gar nohe gegenuwerem gelt, fo wurt uch || doch die kunß vergeben . 106 Alfo gingent die fache mit imein || vmb zwen punten, den einen gar abe zu tunde vnd den andern || baß zu lüternde.Der punt abe zu tunde was, das nit wolten || verbunden ßn von Hans Riffen wegengroß oder dein, wan nit von || ime hettent: was hetten, das hetten von Guten-bergs wegen. || Der ander punte zu lüternde was, wer es das ir keiner 107 von todes ||wegen abeginge, das das baß gelütert würde, vnd wart der alfo || gelütert, das man deserben, fo abeginge, folte vür alle ding, gemäht || oder vngemaht, vür gelt geleit, fo ßchjegelichem teil gebürt zu koßen || zu zu legen, vnd formen vnd allen gezügk, nütßt vfge-nommen , 108 noch || den fünff joren geben hundert guldin. Dodetter in groß vorteil, || weres das er abeginge, wan er ließ in ouch darin gon alles, foer für || ßnen koßen folte voranhan genommen zu finem teil, vnd folten doch || ßnen erben nit me wann hundert guldingeben für alle ding, || als der andern einer. Vnd gefchach das vf das, wer das ireiner || abeginge, das man nit mufte allen erben die kunß wifen vnd vffen || fagen oderoffenboren, vnd das were alles eime alfo gut als dem || andern. Darnoch fo habent diezwene Andres difem gezugen vnder den || Kürfenern 109 gefeit, das mit Gutenbergeins worden ßent von des || zedels wegen, vnd hette inen den punten von Hans Riffenwegen || abegelon vnd wolte inen den leßen punten baß lütern,fo in dem || nehften artickelßet, vnd feitent ouch doby, das Andres Drittelten hette || Guten berg geben XL. guldin,vnd dis gezugen bruder im L. guldin, || wann die beredungevffdaszil was fünfzig guldin,als der || zedel wifet, vnd darnach in den nehßen Winahten XX. guldin, vnd das || fyentdie Winahten nehß vergangen, vnd dann darnach || zu halbvaften aber gelt, als der zedelwifet, do ßch dirre gezuge vff- || gezuhet, vnd fpricht ouch difer gezuge, das er den zedelbekenne by den || zilen, vnd würde das gelt nit in gemeinjchafft geleit, || es folteGutenberges ßn. So habe ouch Andres Driijehen || kein burfe mitvns geleit vnd nyekein gelt vfgeben, do vffe || für effen vnd trincken, fo do vffe dotent. Dirre gezugehat ouch || gefeit, das er wol wiffe, das Gutenberg vnlange vorWihnahten || ßnen knehtfante zu den beden Andrefen, alle formen zu holen, || vnd würdent zurloffen , 110 das er fehe, vnd in joch ettliche formen || ruwete . 111 Do noch, do Andres felige abeginge vnddirre gezuge || wol wuße, das lüte gern hettent die prejfe gefehen, do fpreche Guten -berg, || foltent noch der preßen fenden; er forhte, das man fehe. Do fante || erßnen kneht harin zurlegen, vnd wann er müfßg were, fo || wolte er mit in reden, dasentbot er in. Er hat ouch gefeit, das von || ReimboltMufelers wegen vnd von ßnen wegenfy nye gedaht worden. ||

Item herAnthonieHeilman hat anderwerbe gefeit, das der lengeße || zedel vnderden zwein zedeln gewefen fy, von dem in ßner obegemelten fage || ftet, fo Gutenbergden zwein Andres geben ließ ßch daruff zu bedencken, || vnd von des andern zedelswegen, der der erß gewefen ßn fol, do || weis dirre gezuge nit, obe er es fy oder nit,dann es fy im vßer || fynne gangen. Er hat ouch gefeit, das Andres Dritjehen vnd.