158
K. SCHORBACH
vnd || Ehenheim vnd verkouffte das do vnd bezalt in. Difer || gezug het ouch gefeit, daser vnd Reimbolt im zu einer || zit II. halb fuder wines koufften, vnd furte es difer gezug ||har, vnd alfo er kam bi Sant Arbegaß, do hatt er || ouch y 2 omen gefottens wins vff demwagen, den nam || Andres vnd trug in Johann Gutenberg heim, vnd ouch || ettwie vilbiren, 98 vnd von denfelben II. halben fudern || verfchanckte Andres felige vnd AndresHeilmann || Johann Gutenberg I. halb fuder wins. ||
In bywefen Bö(chwilers.
[Z. 13.] Item Fridel von Seckingen hat gefeit, das G u te n b erg || ein koulF getonhabe vnd das er für inen bürge würde vnd das er nit || anders wuß, dann das es herAnthonie Heilman ouch || angieng, vnd das aber darnoch die (chulde || von deflelbenkouffs wegen bezalt worden fy. Er hat || ouch gefeit, das Gutenberg Andres Heilmanvnd Andres || Dritjehen inen gebetten haben, ir bürge zu werden gegen Stoltj || Petersdohterman vür CI. guldin, das habe er geton, || alfo, das fü drye im defhalp einen(chadeloß briefF geben || foltent, der oudi ge(chriben vnd mit Gutenbergs || vnd AndresHeilmans infigeln verfigelt würde. Aber || Andres Dritjehen hette in alles hünder im vndkünde im || von im nit verfigelt werden, doch fo habe Gu ten berg || folich gelt darnochalles bezalt in der va[t meße nehß vergangen. || Dirre gezuge hat ouch gefeit, das er vonder obgenanten dryer gemein[chafft || nit gewiffet habe, dann er nye dar zu gezogennoch || doby gewefen fy. ||
II. Gütenbergs worheit" wider Jörge Dritjehen.
In bywefen Frantj Berner vnd Böfchwiler. (TUs. A, Blatt 117 a — 118 b )
[Z. 14.] Item her A n thonieHeilman hat gefeit: Als er gewar wurde, das Guten-berg || Andres Dritjehen zu einem dirten teil wolte nemen in die Ochevart 100 zu denfpiegeln, || do bete er in gar fliffeclich, das er Andres finen bruder oudi darin neme,wolte er || zu mol gern vmb in verdienen. 101 Do fpreche er zu im, er enwufte, Andresfrunde || möhten morn 102 fprechen, es were göckel werde, 103 vnd were im nit wol zuwillen. || Do über bete 104 er in vnd mähte im einen zedel, den folte er inen beden zoigenvnd || folten daruff gar wol zu rate werden. 105 Den zedel brehte er inen vnd wurdentzu || rote, das fü es alfo woltent tun, was im zedel verzeichent ftunde, vnd ginge es || alfomit im in. In difen dingen bäte Andres Dritjehen difen gezugen, || im vmb gelt zu helffen.Do fpreche er, hette er gut vnderpfant, er wolte im balde || helffen vnd hülffe im alfo zulefle vmb LXXXX. S. vnd brehte im das gelt hin vß || zu SantArbgaß, vnd domit lofte erden frowen Sant Agnefen II. a. geltj abe. || Vnd fpreche dirre gezuge: was fol dir fo vilgelt}, du bedarfft doch nit me, dann LXXX. || guldin? Do antwurte er ime, er müße fußoudi gelt han, || vnd das wer II. oder III. tage in der faßen vor vnfer frowen tage, || dogebe er LXXX. guldin Gutenberg. So gebe dirre gezuge oudi LXXX. guldin, wann||die beredunge were LXXX. guldin jegelichem teil, vmb das überige dirte teil, || fo dannGutenberg noch hette, vnd wurde das gelt Guten berg vmb den teil || vnd vmbdie kunß, vnd wurde in kein gemeinfdiafft geleit. Darnoch || fo habe Gutenberg zu difemgezugen gefprochen, er müße ein anders gedencken, || das es in allen fachen glich würde,fit er in vor fo vil geton hette vnd ganl 3 1| mitenander in eins kement, nit das einer vordem andern ut verhelen möhte, || fo dienet oudi es wol zu dem andern. Der rede was