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K. SCHORBACH
wegen wider harus geben wolte, alg inen das von erbes vnd rechtes wegen billich zu-gehörte; oder aber feite, warvmb er das nit tun folte.
Dagegen antwurt Hanns Gutenberg, dag ime folich vorderunge von Jerge Dry-Qehen vnbillig neme, fit er doch durch etlich gefchrifft vnd zedel, fo er vnd fin bruderhinder Andres Dryzehen, irem bruder, noch tode funden hätte, wol vnderwigen were,wie er vnd fin bruder fich mittenander vereyniget hettent. Dann Andres Dryzehen hettegeh vor ettlichen jaren zu im gefüget vnd vnderftanden, ettlich kunft von im zu lerenvnd zu begriffen. Deg hett er in nu von finer bitt wegen geleret, gein bollieren, das erauch zu den ziten wol genoffen hette. Donoch über gut zit hette er mit Hanns Riffen,vogt zu Lichtenow, ein kunft vnderftanden, fich der vff der Ocher heiltums fart zu ge-bruchen vnd fich des vereynigt, dag Gutenberg ein zweiteil vnd Hans Riffe ein dirteildaran haben folte. Deg were nu Andres Dryzehen gewar worden vnd hette in gebeten,inen folich kunft auch zu leren vnd zu vnderwifen, vnd fich erbotten, dag noch fim willenvmb in zu verfchulden. In dem hette her Anthonie Heilmann inen degglichen von AndresHeilmanns, fins bruders, wegen auch gebetten, do hette er nu ir beden bitt angefehenvnd inen verfprochen, fie des zu leren vnd zu vnderwigen, vnd ouch von folicher kungvnd afentur das halbe zu geben vnd werden zu lagen, alfo dag fie zween ein teil, HansRiff den andren teil, vnd er den halben teil haben folte. Darumb fo foltent diefelbenzwene im Gutenberger hundert vnd LX. gülden geben in finen feckel von der kungzu leren vnd zu vnderwifen; do im auch vff die zit von ir jeglichem LXXX. gülden wordenweren. Als hettent fie alle vor inen, 121 dag die heiltums fart vff dis jar folte gn, vnd gehdaruff gerüftent vnd bereit mit ir kung. Alg nu die heiltumbfart geh eins jares lengerverzogen hette, hettent fie fürbas an in begert vnd gebetten, ge alle gn künfte vndafentur, 122 fo er fürbafler oder in ander wege mer erkunde oder wufte, auch zu lerenvnd des nicht vür inen zu verhelen. Alfo überbatent ge ine, dag ge des eins wurdent,vnd wurde nemlich beret, dag ge im zu dem ergen gelt geben foltent 11V 2 c ■ gülden, daswere zufammen 410. gülden, vnd foltent im auch des hundert gülden geben alg bar, deg imauch vff die zit 50. gülden von Andres Heilmann vnd 40. fl. von Andres Dryzehenworden werent, vnd ftundent im von Andreg Dryzehen des noch 10. fl. vg. Darzu foltentdie zwene ir jeglicher im die 75. fl. geben zu dryen zilen, noch dem dann diefelbe zildegmols beret worden werent. Do aber Andres Dryzehen in folichen zilen von todeabegangen were vnd ime folich gelt von gnet wegen noch vgftünde, fo were auch vff diezit nemlich beret, dag folich ir affenture mit der kunft folt weren fünff gantje jar, vnd weres dag ir einer vnder den vieren in den fünff jaren von tode abeginge, fo folte alle kung,gefchirre vnd gemäht werck by den andern bliben, vnd foltent des abegangenen erbendafür noch vggang der fünff jor werden hundert gülden. Das vnd anders auch alles zuder zit verzeichent vnd hinder Andres Dryzehen kommen fy, darüber einen verfigeltenbrieff zu fetjen vnd zu machen, alg das die zeichenig luter vswiget, vnd habe auch HangGutenberg ge gthar vnd daruff folich afentur vnd kung gelert vnd vnderwifen, deggeh auch Andres Dryzehen an gnem totbett bekant hette. Darumb vnd wile die zedel,fo darüber begriffen vnd hinder Andres Dryzehen funden werent, das luter befagen vndinnhalten, vnd er das auch mit guter kuntfehafft hofte byzubringen, fo begerte er, dagJörge Dryzehen vnd gn bruder Claug im die 85. gülden, fo im von irs bruder feligenwegen noch alfo vggünden, an den 100. gülden abefchlahent, fo wolle er inen die überigen