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HEINRICH WALLAU. DIE ZWEIFARBIGEN PSALTERINITIALEN.
derbe Papier, auf die Befdiaffenheit der Farbe, deren Auftrag, fowie auf die Zurichtung zurückzuführen.Die durchweg gute Erhaltung der großen Typen weiß übrigens außer dem Pergamentdrude auch der Papier-druck deutlich aus. Auf jeder Seite finden (Ich Beifpiele von fcharfem Schriftbild, fo auch noch auf denleßten Blättern 126, 131a, 138ff, auch- in dem nicht foliierten Theil Bl. 145fP. Die kleinen Typen fcheinenfreilich ßärker und ungleich abgenußt, troßdem kommen nicht feiten fcharfe Abdrücke derfelben vor, z. B.auf Bll. 72 bis 75; namentlich Bl. 75 untere Hälfte. Auch in Pf. 1516 fcheinen beide Typenarten noch ingutem Zußande [Ich befunden zu haben, wenn auch die leicht „paßende“ fchwarze Farbe den Abdruck,ähnlich wie 1502, beeinträchtigt. Befonders gute Abdrücke der großen Type auf Bll. 60 und ff, der kleinenBll. 162ff, wo troß der fchmierenden Farbe und auch mangelhaften Ausgleichung zahlreiche ganz fcharfeAbdrücke einzelner Typen zu finden ßnd. Vielleicht hat durch Neuguß einzelner Figuren eine Auf-befferung der kleinen Type, die in dem Druck von 1515 ganz fehlt, ßattgefunden. Der Nachweis wird aller-dings durch die angewendete fchwarze Farbe fehr erfchwert. Wie erheblich die Art des Abdrucks das Aus-fehen der Typen beeinflußt, zeigen u. A. die Abdrücke in Pf. 1459 auf Bl. 126b, 130b, 134b u. f. w., wogerade die kleine Type durch zu viel Farbe und zu ßarken Druck, troß des Pergaments, faß genau wieauf den etwas verpaßten Papierdrucken in Pf. 1516 ausßeht, während andere Abdrücke von 1459 natürlichklarere, fchärfere Typen zeigen.