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Der trassirte Wechsel.
ist immer Geld. 3. Die Valuta kaun Geld seyn, wel-ches der Trassant erhalten hat, erhält, erhalten soll. Sieist dann auch der Gcldwerth, der Preis der Wechsel-summe, aber die Valuta ist nicht wesentlich (nur zufällig)die Wechselsumme nach Cours, sondern sie ist der aufGeld vereinbarte Werth der Leistung des Trassanten,sie ist für diese die Gegenleistung. Die Valuta wird da-her nicht gegeben für die Wechselsumme, denn diesezahlt der Trassat, nicht der Trassant, auch nicht für dieRegreß summe, denn diese wird vom Trassanten nurversprochen, auch nicht für den Wechsel, die Tratte,denn das Papier, die Urkunde, bedeutet an und für sichnichts, daher auch nicht für das Ausstellen der Tratte,denn dieses ist nur das Ausfertigen der Urkunde, sonderndie Valuta wird gegeben für das Geben und Neh-men des Wechsels, also für den Abschluß des Wechsel-vertrages. Die Valuta für den Wechselvcrtrag wirdverabredet in dem Wechselschluß. Die Valuta ist abernicht immer Geld, sie ist sehr verschiedener Art. DieValuta bezeichnet daher, allgemeiner und richtiger aufge-faßt, den Grund, warum der Wechsel gegeben undgenommen wird. Die Valuta ist das War» m des Wech-selvertrages, sie ist das dem Wechselvertrag unterliegendeVerhältniß. Sehr treffend ist daher oft die Formel: Va-luta in mir selbst. 4. Die Deckung, nämlich die Schad-loshaltung des Trassaten, welcher den Zahlungsauftragausführt, ist auch der Werth der Wcchselsumme, abernicht wesentlich (nur zufällig) die Wcchselsumme nach Cours,sondern der vereinbarte Werth der Zahlung derWechselsumme. Sie kann, muß aber nicht in Geld be-stehen. Die Deckung ist das dem Zahlungsauftrag un-terliegende Verhältniß. 5. Die Wcchselsumme zahlt